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Ableitung von Oberflächenwasser


23.06.2006 09:00 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
auf unserem Gewerbegrundstück müssen wir das Oberflächenwasser in einen an der hinteren Grundstücksgrenze verlaufenden Graben/Düker
aufgrund der Bodenbeschaffenheit (Lehm-Ton-Schicht) ableiten. Das
Wasser wird dann über einen öffentlichen Abwasser/Regenkanal abgeführt.
Auf unserem Nachbargrundstück wurde jetzt ein Neubau errichtet und die Höhe der Bodenfläche so hoch aufgeschüttet, dass das Oberflächenwasser in der gesamten Länge seitlich auf unser Grundstück abgeleitet wird, obwohl die Möglichkeit der Entsorgung auch hier in den hinteren Graben gegeben ist.

Ist die Ableitung von Oberflächenwasser geregelt, oder müssen wir das akzeptieren?
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Eine Regelung der Ableitung von Oberflächenwasser finden Sie grundsätzlich in der Satzung, die Ihre Gemeinde diesbezüglich erlasssen hat. Oftmals ist die Ableitung auch im Bebauungsplan geregelt.

Ich kenne zwar die Satzung Ihrer Gemeinde nicht, doch nehme ich an, dass Sie eine Ableitung auf Ihr Grundstück nicht hinnehmen müssen. Dies stellt grundsätzlich eine Beeinträchtigung dar, die Sie nicht zu dulden haben.

Sie hatten erwähnt, dass Sie die Ableitung von Oberflächenwasser in Gräben vornehmen müssen. Ich gehe daher davon aus,dass diesbezüglich eine Regelung getroffen wurde, in welcher Art und Weise Sie das Abwasser abzuleiten haben. Wie bereits gesagt, ergibt sich das grundsätzlich aus der Satzung.

Ich würde Ihnen empfehlen, falls Ihnen diese Satzung nicht vorliegt, bei der Gemeinde nachzufragen, was in der Satzung diesbezüglich geregelt ist bzw. die Satzung einzusehen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.
Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
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