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Ablehnung eines Gnadehgesuches

19.01.2016 08:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren, ich wurde wegen Fahrens ohne Führerschein zu 3 Monaten verurteilt. diese Strafe wurde nun anberaumt und ich soll nun mich zum Strafantritt melden.

Ich hatte ein Gnadengesuch gestellt und dieses wurde als unbegründet abgelehnt.

Nun ich bin Pflegevater einer 14 jährigen Tochter welche durch Arzneimittel überwacht werden muss. ( Kann tödlich enden ).

Außerdem unterstütze ich meine Eltern mit Rat und Tat weil beide sind 86 Jahre und nicht bei guter Gesundheit.

Des weiteren bin ich seit 20 Jahren Ehrenamtlich bei den Naturfreunden tätig, Seit 3 Jahren als 1. Vorsitzender.

Ich habe Sozial Stunden angeboten auf welche überhaupt nicht eingegangen wurde.
Auch bin ich noch mit der Leitung unseres Kurierunternehmens tätig welches alles von zu Hause per Telefon getätigt wird.

Ich habe mir auch nichts mehr zu Schulden kommen lassen und möchte alle möglichen Schritte unternehmen die möglich sind.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn nach Ihrer Schilderung das Gesuch bereits abgelehnt worden ist, kann die Vollstreckung nur dann eingestellt werden, wenn nun neue erhebliche Gnadengründe glaubhaft vorgebracht werden können.

Wichtig ist also, dass es neue Gründe sind. Diese Gründe dürfen daher nicht schon im Rahmen des abgelehnten Gnadenantrages oder im Strafurteil selbst schon berücksichtigt worden sein. Dann wären es keine neuen Gründe.

Sie können also einen erneuten Antrag mit den neuen Gründen stellen.

Dabei sollten Sie auch Arztbescheinigungen vorlegen, dass nur Sie die Tochter bzw. die Eltern entsprechend versorgen können und die Versorgung ohne Sie nicht sichergestellt ist.

Die ehrenamtliche Tätigkeit spielt aber keine Rolle.

Auch die Tätigkeit als Geschäftsführer wird keine Rolle spielen.

Sie sollten daher die Gesundheitsgefährdungen von Tochter und Eltern in den Vordergrund stellen.

Unter Umständen besteht auch die Möglichkeit einen Strafaufschub zu beantragen, damit Sie Vorkehrungen für die Betreuung der Tochter und der Eltern treffen können, wenn Sie drei Monate die Haft müssen.

Egal was Sie aber machen: Beachten Sie, dass die Vollstreckung nicht gehemmt wird.

Ich würde Ihnen raten, sofort einen Rechtsanwalt mit allen Unterlagen und Arztberichten aufzusuchen, damit dieser dann den Antrag stellen und auch sofort mit der Staatsanwaltschaft sprechen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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