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Ablehnung einer Bewerbung für den Höheren Verwaltungsdienst


25.09.2005 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Abschluss meines Abiturs und meiner Berufsausbildung zum
Datenverarbeitungskaufmann arbeite ich seit ca. 7 Jahren als IT-Consultant in verschiedenen Unternehmensberatungen.

Als zertifizierter Project Management Professional (PMP, www.pmi.org; internationales ANSI Zertifikat des Amerikanischen Berufsverband der Projektleiter) leite ich seit einigen Jahren Softwareentwicklungsprojekte / -teams.

Vor einigen Tagen habe ich mich bei der Bundespolizei auf eine Stelle für den Höheren Verwaltungsdienst(Fachrichtungslaufbahn: Informationstechnischer Dienst) beworben.
In der Stellenbeschreibung wird neben div. Anforderungen (die ich erfülle) auch ein abgeschlossenes Hochschulstudium gefordert.

Leider habe ich eine Absage auf meine Bewerbung bekommen, da ich kein abgeschlossenes Hochschulstudium habe - Ablehnungsgrund § 35 Abs. 2 Bundeslaufbahnverordnung.

Frage: Gibt es eine Ausnahmeregelung oder ein Gerichtsurteil, welches die bisher erworbene praktische Erfahrung und nachweisliche Befähigung (z.B. internationales ANSI Zertifikat) berücksichtig und mir ermöglicht trotzdem als Bewerber berücksichtigt zu werden ? (Stellt sich ja auch die Frage, ob Personen im mittleren oder gehobenen Dienst (ohne Hochschulstudium) in den höheren Dienst aufsteigen können, wenn ja, warum ? - bzw. dann müsste es doch für mich auch gehen ?)

Um eine schnelle Antwort würde ich mich freuen.
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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Nach der in diesem Forum gebotenen summarischen Prüfung scheint die ablehnende Entscheidung zutreffend zu sein.

Entscheidende Einstellungvoraussetzung ist dabei § 35 II S. 3 BLV:

Für Laufbahnen des höheren Dienstes ist ein allgemein berufsbefähigendes fachwissenschaftliches, den Voraussetzungen des § 30 entsprechendes Studium an einer Hochschule zu fordern.


Dabei bestimmt § 30 BLV näher:


In den Vorbereitungsdienst einer Laufbahn des höheren Dienstes kann eingestellt werden, wer ein Studium an einer Hochschule, dessen Mindest- oder Regelstudienzeit nicht weniger als drei Jahre beträgt und dabei Zeiten einer in den Studiengang eingeordneten berufspraktischen Ausbildung oder Tätigkeit nicht umfasst, mit einer Staatsprüfung oder, soweit üblich, mit einer Hochschulprüfung abgeschlossen hat. Das Studium muss geeignet sein, in Verbindung mit dem Vorbereitungsdienst die Laufbahnbefähigung zu vermitteln.


Ein Aufstieg ist zwar möglich, regelt sich mach § 33 a und b BLV nach einem entsprechenden Ausbildungsaufstieg oder Praxisaufstieg. Beides ist insoweit kaum vergleichbar.

Denn Sie wollen ja gerade nicht auf Grund der dienstlichen Erfahrungen oder einer weiteren Ausbildung AUFsteigen, sondern direkt EINteigen – das sieht das Gesetz nicht vor.

Leider erfüllen Sie die gesetzlichen Voraussetzungen für den höheren Dienst nicht. Im Übrigen ist der Aufstieg auch an weitere Voraussetzungen geknüpft – insbesondere dienstliche Bewertungen und eine Auswahlkommission.

Nach der summarischen Prüfung wird ein Festhalten an der Bewerbung wenig Aussicht erfolg haben. E tut mir leid, Ihnen hier nicht mehr Hoffnung machen zu können.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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