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Ablehnung des Antrages auf Verlängerung der Elternzeit


08.04.2007 20:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten Tag,
wir fragen im Auftrag unserer Tochter an. Diese ist alleinerziehend mit einem Kind. (1 3/4 Jahre)
Die vom Arbeitgeber bewilligte 2 jährige Elternzeit endet am 15.09.07
Nun hat sie beim Arbeitgeber ein 3. Jahr Elternzeit beantragt, die ihr der Arbeitgeber aber nicht bewilligt.
Wie müßte sie nun weiter verfahren?
Sie hat vor der Geburt im 3 Schichtsystem gearbeitet, was bei einer alleinstehenden Mutter ohnehin nicht mehr möglich ist.
Die Arbeitsstelle befindet sich 50 km vom Wohnort entfernt, so daß die ordnunggemäße Betreuung des Kindes bei einer alleinstehenden Mutter und dieser Anfahrt sicher nicht mehr gewährleistet wäre.
Selbst kündigen kann sie nicht, denn dann wäre der Bezug von Arbeitlosengeld für 3 Monate gestrichen.
Was kann sie Ihrer Meinung nach tun, um eine vernünftige Lösung zu finden?
Kann sie vom Arbeitgeber verlangen, daß er ein 3. Elternjahr bewilligt. Oder kann sie eine Kündigung vom AG verlangen, falls sie doch anfangen müßte zu arbeiten.
Auf jeden Fall soll das Kind optimal versorgt werden!!
Wie sollte in diesem Falle am besten vorgegangen werden.
Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie uns einen Ratschlag geben würden, der für beide Seiten (Mutter und AG) akzeptabel ist.
Besten Dank im voraus

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Sehr geehrte Damen,

Ihre Fragen beantworte ich zu Ihrer ersten Orientierung und unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt:

a) Verlängerung der Elternzeit
Für eine Verlängerung der Elternteilzeit ist die Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich, d.h. soweit der Arbeitgeber einem Verlängerungsantrag nicht zustimmt, muss nach Ablauf der Elternteilzeit die Arbeit wieder aufgenommen werden oder das Arbeitsverhältnis muss gekündigt werden.

- Beachten Sie die Kündigungsfrist des § 19 BErzGG bei Kündigungen zum Ende der Elternzeit von 3 Monaten -

Soweit der Arbeitgeber sich zu einer einvernehmlichen Aufhebung des Arbeitsvertrages bereit erklärt, kann natürlich das Arbeitsverhältnis auch im gegenseitigen Einvernehmen (mit und ohne Abfindung) beendet werden.

b) Arbeitsamt / Sperrzeit
Für den Fall der Kündigung und der einvernehmlichen Aufhebung des Arbeitsvertrages droht eine Sperrzeit hinsichtlich des Arbeitslosengeldbezugs.
Einer solchen Sperre kann nur entgangen werden, wenn nachgewiesen wird, dass im alten Arbeitsverhältnis keine familienfreundliche Arbeitszeit gefunden werden konnte und deshalb die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar gewesen ist.
Ob in diesem Fall die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzuutbar ist, kann im Rahmen einer ersten Beratung übers Internet nicht beurteilt werden.
Ich rate Ihnen daher beim Arbeitsamt Ihren Fall vorzutragen, um späteren Konflikten vorzubeugen.

Hinweis:
Um Arbeitslosengeld beziehen zu können muss man dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung stehen, d.h. trotz der Erzeihung / Betreuung muss zumindest Teilzeit gearbeitet werden können.

Nachfrage vom Fragesteller 09.04.2007 | 19:13

Guten Tag, besten Dank für Ihre schnelle Info.
Diese Lösung habe ich mir schon so vorgestellt, wollte sie aber doch bestätigt wissen.
Sagen Sie, kann man in diesem Falle den Arbeitgeben nicht dazu bringen eine Kündigung auszusprechen (nach der Elternzeit) und wenn ja, wie am besten?
Vielen Dank im voraus an Sie

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.04.2007 | 19:51

Sehr geehrte Dame,

Zur reinen Information möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:
natürlich ist es theoretisch denkbar mit dem Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung zu "verabreden", und es ist wohl anzunehmen, dass das Arbeitsamt keine Nachforschungen hinsichtlich der Kündigung betreiben würde.

Jedoch sollte Sie wissen, dass man sich dadurch strafbar machen kann und Sie werden von einem Rechtsanwalt doch nicht erwarten wollen, dass er Sie Ihnen hierzu einen Ratschlag gibt.

Frohe Ostern!

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