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Ablehnung der Hundehaltung wegen der Größe?

28.08.2008 23:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Anwälte ,

folgendes und leider oft diskutiertes Problem :

Die Haltung eines Hundes in einer Mietwohnung.
Kürzlich hatte ich eine Anfrage auf eine Hundehaltung gemäß meines Mietvertrages gestellt.
Leider wurde die Haltung abgelehnt.
Folgende Gesichtspunkte :
Die Rasse welche ich kaufen und halten wollte :
1 Bouvier de Flander Rottweiler Mischling

Argumentiert wurde wörtlich :

Leider müssen wir in Ihrem Fall die Haltung ablehnen. Bei Ihrer Rasse handelt es sich um größere Hunderasse.
Das Gebäude ... ist eines in dem viele Familien und Kinder wohnen.
Obwohl diese Rasse als kinderfreundlich eingestuft wird , haben doch viele Leute Angst vor größeren Hunden.

Diese Antwort finde ich schon fast diskriminiernd.
Ich unserem Haus befinden sich mehrere Hunde , und nur weil diese nun kleiner sind dürfen diese gehalten werden.
Wie sieht hier die Rechtssprechung aus ?

Zumal kann man dem Vermieter z.B. den Vorschlag machen das der Hund innerhalb sowie außerhalb des Hauses einen Maulkorb aufsetzt?

Macht es Sinn sich in diesem Fall auf die Hinterbeine zu stellen ?

Wie ist Ihre Prognose in doesem Fall ?

Mit freindlichen Grüßen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Die Rechtsprechung hinsichtlich der Hundehaltung in Mietwohnungen ist als durchaus uneinheitlich zu betrachten.

Viele Gerichte sehen jedoch auch die Hundehaltung als bestimmungsgemäßen Gebrauch der Wohnung an, sofern eine Belästigung der Mitbewohner nicht zu befürchten ist.

Da in Ihrem Haus bereits mehrere Hundehalter wohnen, könnte sich zu Ihren Gunsten eine Anspruch auf Haltung des Hundes aus § 242 BGB ergeben, zumal es sich bei der von Ihnen angestrebten Rasse um keinen "Kampfhund" handelt.

Sofern allein durch die Größe des Hundes nicht von einer vermehrten Belästigung der Hausbewohner auszugehen ist, dürfte eine gegenteilige Argumentation des Vermieters schwierig nachzuvollziehen sein.

Sie sollten daher nochmals das Gespräch mit Ihrem Vermieter suchen, um eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen.

Bei andauernder Verweigerung kann ebenfalls eine gerichtliche Entscheidung durch Sie herbeigeführt werden.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass vorliegend mangels Kenntnis der Umstände des Einzelfalles keine Erfolgsprognose abgegeben werden kann.

---

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2008 | 23:35

Hallo ,

vielen Dank für Ihre erste Impression.
Ich dachte mir dies schon fast so.
Für diesen Fall habe ich schon mal eine Unterschriftenaktion angefangen in dem sich alle Bewohner des Hauses hierzu äussern können.
In sich wiedersprüchlich ist allerdings auch der Mietvertrag , der Haustiere erlaubt , aber einen Hund genehmigungserforderlich macht , dies ist rechtlich schon falsch , da der Hund als normales Haustier , insofern es sich nicht um einen Kampfhund anzusehen ist.

Soll ich Ihrer Meinung nach noch einmal freundlich mit dem Vermieter reden und Ihn darauf hinweisen das mehrere Hunde bereits im Hause sind , und man sich nicht auf dies Aussage das es ein größerer Hund ist stützen kann , insofern keine Belästigung durch häufiges bellen oder gar Agressionen vorhanden sind ?
Dies ist ja durch den Maulkorb innerhalb des Hauses klar wiederlegt.

Oder würden Sie sagen ich solle dem Vermieter mit Hinweis auf die rechtliche Lage schreiben?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2008 | 12:59

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage, wenn auch etwas verspätet, wie folgt:

Sie sollten zunächst tatsächlich noch einmal freundlich mit Ihrem Vermieter reden und diesen auf die Sachverhaltsgestaltung hinweisen.

Erst wenn Ihr Vermieter hierauf hin keine Einsicht zeigt, sollten Sie nochmals, diesmal unter klarem Hinweis auf die bestehende Rechtslage, auf die Situation eingehen.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

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