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Ablehnung Versicherung Mapfre

07.03.2015 09:59 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


ende Marz 2014 habe ich einen Audi a4 gekauft bei Hannover Leasing Automotive mit einem Mapfre topline Garantie.

Eine Audi Werkstatt hat festgestellt dass den Audi zu viel Öl verbraucht (mehr als 1l pro 2.000 km). Laut Audi mussen verschiedene Innenteile des Motors getauscht werden (Kostenvoranschlag knapp 5.000 EUR).

Laut die Versicherungsbedingungen von Mapfre sind gedeckt alle Funktionsausfälle des Motor und alle mit dem Ölkreislauf in Verbindung stehende Innenteile.

Ich habe den Schade bei Mapfre angemeldet aber Mapfre hat mir einer Ablehnung geschickt mit Grund: kein Funktionsausfall liegt vor. Es stimmt dass den Audi noch fahren kann, also liegt meiner meinung nach keinen kompletten Funktionsausfall vor.

Meiner meinung nach geht es um einen Funktionausfall von verschiedene Innenteile die einen zu höhen Ölverbrauch verursachen. Ich habe ebenfalls ein Werkstattbeschreibung von Audi worin steht dass bei einen zu höhen Ölverbrauch diese Innenteile gewechselt werden müssen.

Ich bitte um Ihrer Hilfe.


Vielen Dank im Voraus.


Hochachtungsvoll,

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob Sie erfolgreich einen Anspruch aus der Garantievereinbarung /-Versicherung ableiten können hängt davon ab, ob der erhöhte Ölverbrauch als „Funktionsausfall" angesehen werden kann. Dies muss aus Sicht eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers beurteilt werden. Meines Erachtens ist dies nicht der Fall. Es ist schon fraglich, ob mit dem erhöhten Ölverbrauch überhaupt eine „Funktion" des Fahrzeugs betroffen ist. Unter einer „Funktion" wird allgemein verstanden, ob die Aufgabe, die dem Bauteil zukommt, erfüllt werden kann. Dies ist wohl zu bejahen, da der Motor (salopp ausgedrückt) ja läuft. Jedenfalls dürfte kein „Ausfall" vorliegen, da dieser im Sinne der Versicherungsbedingungen wohl nur als Totalausfalls als Gegensatz zu einer „Beeinträchtigung" zu verstehen ist. Und als letztere ist wohl der erhöhte Ölverbrauch einzuordnen.

Anders ließe sich nur argumentieren, wenn die Versicherungsbedingungen nicht auf den Ausfall des Motors, sondern auch verschiedener Einzelteile abstellen ließe. Ihre Sachverhaltsschilderung lässt allerdings auf das Gegenteil schließen. Ohne Einsicht in die Vertragsunterlagen lässt sich also keine abschließende Auskunft erteilen.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob Sie überhaupt auf die Garantie bzw. Versicherung angewiesen sind. In Deutschland besteht in der Regel ein einjähriges (!) Gewährleistungsrecht, aus dem Sie Ihre Ansprüche auf Reparatur etc. geltend machen könnten. Ein Ausschluss des Gewährleistungsrechts ist nur in Ausnahmefällen möglich. Es müsste also dringend geprüft werden, ob das Gewährleistungsrecht in Ihrem Fall noch erfolgreich geltend gemacht werden kann. Hierfür bleibt noch Zeit bis Ende des Monats! Gerne können Sie mich hierzu kontaktieren.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2015 | 12:04

es geht um einem Gebrauchtwagen (Erstzulassung 24.11.2009): kann das Gewährleistungsrecht in meinem Fall noch erfolgreich geltend gemacht werden?.

Anders ließe sich nur argumentieren, wenn die Versicherungsbedingungen nicht auf den Ausfall des Motors, sondern sondern auch verschiedener Einzelteile abstellen ließe.

Meiner Meinung nach handelt es in die Versicherungsbedinungen auch um Ausfälle des verschiedene Einzelteile:

Art. 2. Deckungsumfang: Die Garantie deckt Funktionsausfälle der folgenden Baugruppen und Teile ab:

1. Motor: Motorblock sowie alle mit dem Ölkreislauf in Verbindung stehenden Innenteile, Zahnriemen mit Spannrolle, Steuerkette mit Spanner, Motorkühler, Ölwanne, Ölfiltergehäuse, ölpumpe, öldruckschalter, Schwung-/Antriebsscheibe mit Zahnkranz, Zylinderkopf, Zylinderkopfdichtung, Klopfsensor, Turbolader/Kompressor.

Wass meinen Sie Dazu?



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2015 | 12:38

Sehr geehrter Fragesteller,

für die Frage, ob das Gewährleistungsrecht noch durchsetzbar ist, ist alleine das Kaufdatum entscheidend und nicht das der Erstzlassung. Sie können die Rechte also noch bis zum Ende des Monats geltend machen. Allerdings sollten Sie keine Zeit mehr verlieren, da es noch einer gewissen Vorbereitungszeit bedarf.

Insofern der Fehler, der zu dem erhöhten Ölverbrauch führt, einem der von Ihnen aufgezählten Teile (Ölpumpe etc.) zuzuordnen ist und dieser nicht mehr funktioniert, erscheint es mir möglich, dass ein Garantiefall vorliegt.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass sich die Tatsache, dass Sie im EU-Ausland wohnhaft sind, zusätzliche für Sie günstige Folgen ergeben können. Es wäre zu überprüfen, ob Ihr Landesrecht zusätzlich anzuwenden ist und sich daraus Vorteile ergeben könnten.



Mit freundlichen Grüßen,


A. Meyer

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