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Ablehnung Versicherung

| 03.11.2013 14:09 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Grüß Gott,

auf einem Dach wurde eine Photovoltaikanlage montiert. Die 5 m langen Stangen der Unterkonstruktion, an der die PV-Module befestigt werden wurden mit speziellen Klemmen an den Stehfalzen des Zinkdaches befestigt. Das war damals Stand der Technik und die Regelmontage.

Nach einigen Jahren entstanden jetzt Risse an den Stehfalzen, die darauf zurückgeführt werden, dass die Stangen der Unterkonstruktion durch Ausdehnung und Zusammenziehen bei Temperaturänderung (Sommer/Winter) zu Zugkräften an den Stehfalzen führen, die dann zu den Rissen führten.

Dieser Schaden an der Mietsache wurde nun als Haftpflichtschaden der Versicherung gemeldet.

Die Haftpflichtversicherung lehnt die Leistung ab mit der Begründung bei der Montage hätten die Längenausdehnungskoeffizienten berücksichtigt und die Stangen in kürzeren Elementen montiert werden müssen.

Zum damaligen Zeitpunkt war dieses Risiko aber nicht bekannt.

Meine Frage: Darf eine Versicherung eine Leistung ablehnen, wenn sich erst im Nachhinein ein Risiko verwirklicht, was zum Zeitpunkt der Montage als Risiko nicht bekannt war und die Montage nach dem -damaligen- Stand der Technik erfolgte?

Es reicht eine kurze Antwort ohne groß drumrum.

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die gestellte Frage.

Die Versicherung muss sich an dem Risiko messen lassen, welches zum Abschluss des Vertrages bekannt gewesen ist. Sprich : Wenn es dem damaligen Stand der Technik entsprach,es so zu montieren, ist die Versicherung eintrittspflichtig. Wohlmöglich will man nun aberanführen, dass selbst die damalige Montage, auch am damaligen Massstab gemessen,nicht fachgerecht gewesen ist. Das kann dann aber nur ein Gutachter, nicht aber ein Jurist beantworten.

Um ein Vergleichsbeispiel zu nennen: Wer ein altes Auto fährt, der wird genauso versichert und hat auch den gleiches Anspruch auf Versicherungsleistungen im Schadensfall, selbst wenn der alte Wagen in Punkto Sicherheit den heutigen Modellen weit unterlegen ist und ein höheres Schadenspotential bietet. Die Versicherer müssen also zahlen, da -bildlich gesprochen- kein alter VW Käfer mit Airbags nachgerüstet werden muss. Es zählt der jeweils aktuelle technische Stand.

Es wäre höchstens zu prüfen, ob individuell-vertraglich ( in der Police ) nicht etwas anderes vereinbart ist. Schliesslichdoch ist noch kurz zu prüfen, ob nicht vielleicht auch die von Ihnen genannte Gefahr im Rahmen der sog."Allgefahrenversicherung" abgedeckt ist- dies sind Sachschäden durch Gefahren, die grade auch auf Konstruktions- oder Materialfehlern beruhen können. Letzteres kann ohne Vorlage der Versicherungspolice aber leider nicht geprüft werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tamás Asthoff, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.11.2013 | 13:26

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