Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ablehnung Maßnahme ALG 1

07.03.2019 21:12 |
Preis: 51,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Abend,

im April 2018 kam mein Sohn zur Welt. Seitdem befand ich mich in Mutterschutz und Elternzeit. Zum Ende meiner Elternzeit habe ich mein Arbeitsverhältnis (Psychologin) gekündigt (Härtefall: Umzug - 400 km - meinem Mann und Vater des Kindes hinterher). Seit März 2019 bin ich nun arbeitslos und beziehe ALG 1. Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich nicht unterschrieben.

Mein Mann arbeitet vollzeit. Die Kindesbetreuung liegt daher bei mir. Im Falle meiner erfolgreichen Bewerbung würde mein Mann seine Stunden reduzieren und gemeinsam mit meinen Schwiegereltern die tägliche Betreuung übernehmen. Ich stehe dem Arbeitsmarkt also grundsätzlich zur Verfügung. Ein Problem ergibt sich nur bei Verpflichtungen zur Teilnahme an kürzeren Maßnahmen. Eine Reduzierung der Arbeitsstunden ist verständlicherweise nur langfristig möglich.

Direkt im Anschluss an meine Arbeitslosmeldung bekam ich von der Arbeitsagentur eine "Bewilligung einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gem. § 45 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB III".

Diese sollte bereits 7 Tage später beginnen und 14 Tage in Vollzeit stattfinden. Das Schreiben beinhaltet eine Rechtsfolgenbelehrung aber keine Rechtsmittelbelehrung.

Mich irritieren dabei folgende Sachverhalte:

Eine persönliche Vorsprache bei meiner Betreuuerin erfolgte nicht. Eine Potentialanalyse gem. § 37 Abs. 1 SGB III hat somit nie stattgefunden.

Die einzigen Infos zum Inhalt der Maßnahme sind: "Aufbau Bewerberprofil / Nutzung Jobbörse / Erhebung
weiterer Bedarf und Hemmnisse für die Vermittlung / Betrachtung beruflicher Alternativen / Stellensuche".

Als Teil meiner früheren Tätigkeiten als Psychologin habe ich bereits selbst Bewerbertrainings und Potentialanalysen an Gymnasien geleitet. Ich habe daher erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Maßnahme in meinem speziellen Fall.

Die Frist zur Teilnahme halte ich für sehr kurz. Eine Brücksichtigung meiner persönlichen Verhältnisse kann ich nicht erkennen.

Halten Sie vor diesem Hintergrund ein Widerspruch gegen diese Maßnahme für erfolgversprechend?

Viele Grüße
Katrin

07.03.2019 | 22:27

Antwort

von


(488)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

ob gegen die Zuweisung einer Maßnahme gem. § 45 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB III der Widerspruch zulässig ist, wird unterschiedlich beurteilt.

Sie sollten jedoch auf jeden Fall Widerspruch einlegen und diesen mit den Argumenten begründen, die Sie in Ihrer Fragestellung angeführt haben.

Wenn der Widerspruch als unzulässig zurückgewiesen wird, und gegen Sie wegen Nichtteilnahme an der Maßnahme eine Sperrzeit verhängt wird, sollten Sie gegen die Verhängung der Sperrzeit Widerspruch einlegen. Eine Sanktion darf nämlich nicht verhängt werden, wenn die Maßnahme unzumutbar war (LSG Berlin-Brandenburg, 15.07.2008 - L 14 B 568/08 AS ER ).

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(488)

Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Baurecht, priv., Mietrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Inkasso, Kaufrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70092 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Wenn man sich unsicher ist, ist diese Seite sehr empfehlenswert. Frau Stadler hat recht schnell für wenig geld geantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche Antwort wo bei dem weiteren Verlauf geholfen hat. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche und sachliche Antwort, damit konnte das Problem behoben werde. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen