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Ablehnung Förderung der beruflichen Weiterbildung .Wiederspruch?

| 28.08.2008 17:56 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Hallo,
Ich bin Krankenschwester,war berufstätig, habe nach Elternzeit meine Arbeitsstelle selbst gekündigt weil ich 2 kleine Kinder habe und keine Schichtarbeit und Nachtwachen machen kann .Bin jetzt arbeitslos gemeldet..Ich kann wegen meiner Kinder nur Teilzeit vormittags arbeiten was in meinem Beruf kaum möglich ist,bin also kaum vermittelbar.Habe bei Agentur für Arbeit nachgefragt ob ich eine Umschulung/ Weiterbildung zur Heilpraktikerin machen kann,habe auch eine sertifizierte Schule gefunden, daraufhin haben die mich beim Psychologischen Dienst begutachten lassen ( Ergebnis positiv)Danach aber habe ich eine Ablehnung bekommen (auch schriftlich)mit der Begründung ich zitiere - " Nach Prüfung der erforderlichen Voraussetzungen, die in §77 (1) SGB3 geregelt sind, ist eine Förderung in Ihrem Fall nicht möglich, da der Arbeitsmarkt in Ihrem gewünschten Beruf als Heilpraktikerin nicht gegeben ist, und daher eine berufliche Eingliederung nicht zu erwarten ist. Es sind keine Stellenangebote vorhanden.Somit kann auch nicht von einer Integration in den Arbeitsmarkt ausgegangen werden.Aus diesem Grund wird die Förderung der beruflichen Weiterbildung bei Ihnen nicht als notwendig gesehen."
Als Heilpraktikerin macht man sich meistens selbstständig,deshalb sind auch keine Stellenangebote vorhanden.
Meine Frage ist: Handelt es sich hier um eine übliche Ablehnung auf die es sich lohnt, ein Widerspruch zu schreiben oder bezahlt das Arbeitsamt grundsätzlich keine Weiterbildungen die auf eine Selbstständigkeit hinauslaufen?
28.08.2008 | 18:26

Antwort

von


(43)
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50672 Köln
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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich rate Ihnen dazu, das Widerspruchsverfahren in jedem Fall durchzuführen.

In § 77 Abs. 1 SGB III sind die Voraussetzungen geregelt, wonach eine Weiterbildungsmaßnahme von der Bundesagentur gefördert wird.

Den Gesetzestext dazu finden Sie hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__77.html

Entscheidend dürften die Regelungen in § 77 Abs. 1 Ziff. 1 und 3 SGB III sein, wonach die Maßnahme nur dann gefördert wird, wenn diese (und der Träger der Maßnahme) überhaupt zur Förderung zugelassen ist. Zusätzlich muß die Maßnahme geeignet sein, eine drohende oder bestehende Arbeitslosigkeit abzuwenden.

Welche Anforderungen im einzelen an Maßnahmen gerichtet werden, ergibt sich aus § 85 SGB III. Den Gesetzestext finden Sie hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__85.html

Die Frage, ob ein Markt für Heilpraktikerstellen vorhanden ist oder nicht, lässt sich sicherlich nicht allein aufgrund der offenen Stellenangebote bei der Bundesagentur überprüfen.

In der Begründung des Widerspruchs sollten Sie also auch darauf eingehen, welche Arbeitsmöglichkeiten Ihnen nach Durchführung der Weiterbildung Ihrer Meinung nach tatsächlich offen stehen.

Sollte der Widerspruch abschlägig beschieden werden, sollten Sie überlegen, gegen den Ablehnungsbescheid Klage zum Sozialgericht zu erheben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Auskunft behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Fenimore v. Bredow
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht


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