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Ablehnung Erbe - Folgen


| 09.07.2005 10:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sachlage
Vater am 17.6.05 verstorben, einzige direkte Angehörige meine Schwester und ich. Aus zweiter Ehe (Frau verstorben) existieren noch 2 Kinder, die die 2.Frau in die Ehe einbrachte.
Ich wurde vom Tod am 20.06.05 benachrichtigt. Den Haus- und Grundbesitz verkaufte mein Vater zu Lebzeiten. Er lebte weiterhin als Mieter in seinem ehemals eigenem, jetzt Haus des Käufers (ein schriftlicher Mietvertrag ist mir bislang jedoch nicht vorgelegt worden. Ein Teil des Geldes (ca. 80.000 €) legte mein Vater an. Meine Schwester begann sich um die Hinterlassenschaft zu kümmern (ohne eine Vollmacht von mir). Ich möchte gerne das Erbe ausschlagen.

Mittlerweile ist ein Testament aufgetaucht, in welchem mein Vater die o.g. Geldanlage vollständig einem nicht zur Familie gehörigen Fremden vermacht hat.

Nun meine Fragen:
1. Welche Formalitäten sind zur Ablehnung der Erbschaft erforderlich (Wohnort BaWü)?
2. Muss ich mich um die Auflösung/Räumung der Mietwohnung kümmern bzw. finanziell an der Auflösung beteiligen?
3. Muss ich mich an den Begräbniskosten beteiligen?
4. Muss ich mich an den Kosten für die Grabmiete beteiligen?
5. Muss ich mich um die Kündigung laufender Verträge z.B. mit Versicherungen/Verträge etc. .kümmern?
Weiterhin:
6. Von welchen Pflichten/Verantwortlichkeit befreit mich die Ablehnung des Testamentes generell nicht?
7. Steht mir trotz Ablehnung der Erbschaft ein Pflichtteil zu?
8. Wem kommt (und zu welchen Anteilen) mein Teil der Erbschaft zu gute?

Danke für Ihre schnelle Antwort
09.07.2005 | 10:49

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

1. Die Ausschlagung muß innerhalb von 6 Wochen ab Kenntnis des Erbfalls - hier der 10.06.05 erfolgen, also bis spätestens 22.07.05. Sie müssen die Ausschlagung in Baden-Württemberg bei einem staatlichen Notariat, die als Nachlassgericht tätig werden, erklären
2. Mit der Ausschlagung der Erbschaft gilt die Erbschaft als nicht erfolgt, Sie sind dann kein Erbe mehr.
3. Das bedeutet, dass Sie nicht mehr für den Nachlaß haften und auch keine Zahlung wie z.B. Beerdigungskosten tragen müssen. Darum muß sich dann die restlichen Erben Ihres Vaters kümmern. Sie müssen auch keine Wohnung auflösen o.ä.
4. Durch die Ausschlagung sind Sie für nichts mehr aus dem Nachlaß verantwortlich. Sie haben aber auch keine Ansprüche mehr auf z.B. den Pflichtteil, weil Sie freiwillig Ihr Erbe "aufgegeben" haben.
5. Ihr Anteil am Erbe fließt in die Erbmasse zurück und damit erhöht sich dann gegebenenfalls der Anteil der übrigen Erben.

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben.
Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2005 | 11:21

Sehr geehrte Fra Heussen, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Bitte nehmen Sie noch konkret Stellung zu meinen Fragen 4 und 6. Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2005 | 12:15

Sehr geehrter Ratsuchender,

Zu Frage 4: Sie müssen sich nicht an der Grabmiete beteiligen, es sei denn, Sie haben den Grabmietvertrag selbst geschlossen bzw. mitunterzeichnet.

Zu Frage 6: Mit der Ausschlagung des Erbes bleiben keine Ansprüche aus der Erbschaft gegen Sie bestehen. Sie sind aus allen Pflichten die Erbschaft bzw den Nachlaß betreffend entlassen.
Wenn Sie sich allerdings nach dem Todesfall Gegenstände aus dem Erbe Ihres Vaters genommen haben, müssen Sie diese eventuell wieder herausgeben.
Sonst bleiben Ihnen keinerlei Verpflichtungen aus dem Erbfall!


Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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