Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ablaufleistung aus Kapitallebensversicherung zu niedrig

18.07.2008 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt !

Die niedrigen Renditen aus Kapitallebensversicherungen sind inzwischen allgemein bekannt.
Ich bin Rentner und am 1.1.2009 soll meine Kapitallebensversicherung zur Auszahlung kommen. Es handelt sich dabei um eine Direktversicherung als Gruppenversicherung (mit gleichem Tarif für die begünstigten Mitarbeiter) meines damaligen Arbeitgebers.

Ein Arbeitskollege hat nun etwa die gleichen Beiträge gehabt, ist aber 1 Jahr älter und hat bereits am 1.1.2008 seinen Auszahlungsbetrag erhalten. Bezogen auf die eingezahlten Brutto-Beiträge und die jeweiligen Auszahlungen (seine und meine Beiträge sowie Ablaufleistungen) ergab sich bei ihm eine Beitragsrendite von 4,5% und bei mir wird sich voraussichtlich 4,2% ergeben.

Meine Frage: Kann ich bei der Versicherung (oder beim BAFin) gegen meine m.E. zu niedrige Ablaufleistung vorgehen, indem ich die Beitragsrendite eines Vergleichsfalles heranziehe ?

Die Versicherung argumentiert, jeder Fall sei verschieden und man könne die einzelnen Verträge nicht vergleichen. Ich meine die beiden Fälle sind durchaus vergleichbar: gleiche Beiträge, gleiche Laufzeit (bis auf 1 Jahr), gleicher Versicherungstarif innerhalb der Gruppenversicherung.

Mit freundlichen Grüßen -

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihrer Frage, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Aufgrund unterschiedlicher Versicherungsdaten (möglicher unterschiedlicher Versicherungsbeginn bzw. -ende) können sich in der Tat bei Kapitallebensversicherungen unterschiedliche Auszahlungsbeträge ergeben. Grund hierfür sind die Überschussberechnungen, welche für unterschiedliche Versicherungsverträge wegen verschiedener Stichtage völlig anders ausfallen können.

Konkret auf Ihren Fall bezogen kann es also durchaus möglich sein, dass Ihr Arbeitskollege, welcher seinen Versicherungsvertrag ein Jahr früher abgeschlossen hat, aufgrund unterschiedlicher damaliger Wirtschaftslage eine höhere Rendite haben kann.

Selbstverständlich ist nicht gesagt, dass Ihre Versicherung bei Ihrer Auszahlung auch richtig gerechnet hat. Aus diesem Grund bleibt es Ihnen frei, die Berechnung über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüfen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte eine hilfreiche erste Einschätzung geben und wünsche Ihnen in dieser Sache alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen


S. Schorn
Rechtsanwältin


info@recht-kanzleischorn.de

Rückfrage vom Fragesteller 19.07.2008 | 15:35

Sehr geehrte Anwältin,
vielen Dank für Ihre Antwort !
Zu den Eckdaten ist zu sagen, dass es sich bei den beiden verglichenen Verträgen um dieselbe Gruppenversicherung handelt, d.h. der Versicherungsgeber ist dasselbe Unternehmen, der Tarif ist derselbe, das Eintrittsdatum ist dasselbe (1986). Aufgrund etwa gleicher Verdienste sind die Beiträge ungefähr gleich gewesen, sie wurden an gleichen Stichtagen gezahlt (Januar). Ich habe keinen Indikator gefunden für einen Unterschied in der Beitragsrendite von 0,3%.
Kann ich das BAFin in einem solchen Fall einfach anschreiben ? Ist das BAFin verpflichtet tätig zu werden ?
Mit freundlichen Grüßen -

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.07.2008 | 00:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Sie können jederzeit eine Überprüfung durch die BaFin veranlassen. Es steht Ihnen hierbei ein sogenanntes Petitionsrecht zu, so dass die Bundesanstalt tätig werden muss.

Genauere Informationen zur Beschwerdemöglichkeit entnehmen Sie bitte www.bafin.de.

Mit freundlichen Grüßen


S. Schorn
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80023 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Ganz genau konnte ich den Kontext nicht verstehen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnelle, auch hilfreiche und verständliche Antwort. Vielen Dank dafür! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin von diesem Anwalt sehr begeistert! ...
FRAGESTELLER