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Ablauf Schadensregulierung (Brand) wenn Versicherung zur Regulierung bereit ist

01.07.2021 23:08 |
Preis: 80,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Hintergrund:
Nach einem (Wohn-)Hausbrand wurde der Schaden der Gebäudeversicherung sofort gemeldet, von der Versicherung begutachtet, Haus leer geräumt (ist unbewohnbar) und erneut begutachtet (Versicherung bzw von Versicherung beauftragt).
Eine schriftliche Dokumentation der Schäden, des (vorläufigen) Schadenswerts und der notwendigen Sanierungsmaßnahmen liegt nicht vor, nur mündliche Angaben u. schriftliche Anmerkung, dass keine Unterversicherung vorliegen würde.
Der Regulierungsanspruch wird von der Versicherung nicht bestritten, aber bisher gibt es halt kaum schriftliches und nix klares.
Trotzdem wurde ich von einer Sanierungsfirma, welche von der Versicherung quasi aufgedrängt wurde, bereits ein bezüglich des Schadens unvollständige Angebotsliste für den Rückbau vorgelegt und ich wurde auch gedrängt diese Firma sofort mit den Rückbaumaßnahmen (genauer einem Teil) beginnen zu lassen, ohne das exakte Ausmaß der Maßnahmen zu kennen (zudem wurden bestimmte Bauteile (Elektroverkabelung, mal als zu deinstallieren mal nicht erwähnt).
Mündlich wurde mir von der Versicherung mitgeteilt, dass mir die entgangenen Mieteinnahmen für max 12 Monate innerhalb der Instandsetzung erstattet wird, sofern der Nachweis vorliegt (1. Stock war vermietet, 2. Stock von mir bewohnt), die Frage nach Kosten für die Unterbringung bis zur Instandsetzung bzw. bis zur Auszahlung der Versicherungssumme wurde abgewiesen bzw. als nicht von der Versicherung zu berücksichtigen angegeben (mündlich, beiläufig).
Mir wurde per e-mail eher nebenbei mitgeteilt, dass von der Versicherung max. 48000 für den Rückbau bereitstehen würde (nennt man dies Deckungszusage für den Rückbau in der Höhe von 48t Euro?).

Frage:
Wie wäre denn das korrekte Vorgehen bzw. Ablauf der Schadensregulierung? Muss nicht zunächst schriftlich die vollständige Auflistung aller Schäden vorliegen? Habe ich Anspruch auf Einsicht in die Schadenakte bzw. Fallbearbeitungsakte?

03.07.2021 | 07:30

Antwort

von


(321)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst müssen Sie nicht die Firma nehmen, die Ihnen die Versicherung aufdrängt, sondern können selbst entscheiden, welches Unternehmen die Schäden behebt. Sie lassen sich einen Kostenvoranschlag erstellen, aus dem hervorgeht, was zur Schadensbehebung gemacht werden muss, reichen diesen bei der Versicherung ein und diese teilt dann schriftlich mit, ob sie die Kosten vollständig übernimmt, oder einzelne Posten raus rechnet und gegebenenfalls warum.
Wenn der Brand genutzt werden soll, um das Haus zu modernisieren, dann können die Kosten, die nur für die Modernisierung entstehen, raus gerechnet werden, weil nur die Widerherstellung des vorherigen Zustandes geschuldet ist.
Eine Aussage, dass 48.000 für den Rückbau bereit stehen ist zwar grundsätzlich eine Deckungszusage über 48.000, aber mich stört das Wort maximal. Dies deutet nämlich darauf hin, dass die Versicherung beabsichtigt, sich die Rechnung der Baufirma hinterher anzusehen und über einzelne Rechnungsposten zu diskutieren, ob die für den Rückbau nötig waren, oder aus einem anderen Grund erfolgten. Die Klärung, welche Arbeiten zur Instandsetzung nötig sind, erfolgt normalerweise vorher anhand eines Kostenvoranschlags.

Ob ein Anspruch auf Einsicht in die Fallbearbeitungsakte besteht, ergibt sich aus den allgemeinen Versicherungsbedingungen der Versicherung. Da diese mir nicht vorliegen, ist es hier am besten der Versicherung mitzuteilen, dass Sie die Akte einsehen wollen und die Reaktion der Versicherung abzuwarten.
Mit den Arbeiten sollte jedoch nicht bis zu dieser Einsicht gewartet werden. Diese sollten beginnen, sobald Sie einen Kostenvoranschlag haben, aus dem hervorgeht, was zu welchen Kosten gemacht werden soll und die Versicherung schriftlich mitgeteilt hat, dass sie dies bezahlt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 03.07.2021 | 22:58

Hallo Herr Müller,

danke für die Antwort, mir ist jedoch nicht gänzlich klar, was die Kosten für die Widerherstellung bedeutet, denn im Rahmen von umfangreichen Sanierungsarbeiten von Bestandsbauten sind ja die aktuellen EnergieEinsparungsverordnungen etc. zu beachten bzw. erlischt die Betriebserlaubnis (z.B. bei Heizungsanlagen, Elektroinstallationen/Verkabelung). Eine Instandsetzung in den vorherigen Zustand daher gar nicht möglich. Selbstverständlich sind die Kosten ein Haus so zu renovieren, dass die aktuellen EnergieEinsparungsverordnungen erfüllt sind enorm und über dem Wert des abgebrannten Hauses - bedeutet das dass die Versicherung mich in den Ruien zwingen kann der habe ich den Anspruch auf Regulierung des Schadens (und kann das Gebäude entsorgen lassen und das Grundstück veräußern?

Danke und bye,



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.07.2021 | 05:47

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie ihr Haus zum gleitenden Neuwert versichert haben, zahlt die Versicherung den Wiederaufbau unter Einhaltung der heute gültigen Gesetze aber eben keine Modernisierung, die über die gesetzlichen Vorschriften hinaus geht.
Beispiel: Das alte Haus hatte keinen Aufzug. Ein Aufzug ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Sie wollen in das neue Haus einen Aufzug einbauen. Die Versicherung zahlt den Einbau des Aufzugs nicht.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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