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Abgrenzung gewerblicher Grundstückshandel bei vorweggenommener Erbfolge

| 13.10.2017 15:09 |
Preis: 45,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Ich möchte meiner Tochter ein Mehrfamilienhaus, das ich 5 Jahre im Besitz habe, in vorweggenommener Erbfolge übertragen.
Sollte meine Tochter die Immobilie nach Übertragung veräußern, stellt sich mir die Frage, ob dieses Objekt mir
bei der Zählweise zum gewerblichen Grundstückshandel angerechnet wird.
Ich habe bereits in den letzten 5 Jahren 3 Objekte verkauft.

Einsatz editiert am 15.10.2017 01:38:12

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt bei vorweggenommener Erbfolge, dass Grundstücke die vom Erwerber ( hier ihrer Tochter) ineinem zeitlichen Zusammenhang zum Erwerb wieder veräußert werden, sowohl für sie als auch ihren Rechtsnachfolger als Zählobjekte bei der Drei-Objekte-Grenze zu berücksichtigen sind (vgl. BFH-Urteil vom 15.3.2000, BStBl 2001 II S. 530; BMF vom 26.3.2004, BStBl I 2004, 434, Rz. 9 (auch unter GZ: IV A 6 - S 2240 - 46/04 zu finden); BFH Urteil vom 20.4.2006 III R 1/05 unter 2. Buchst. d, BStBl II 2007, 375).

Zwar sind grundsätzlich unentgeltliche Veräußerungen an Familienangehörige unschädlich ( (BFH Urteil vom 9.5.1996, IV R 74/95, BStBl II 1996, 599; BFH Urteil vom 20.5.1998, III B 9/98, BStBl II 1998, 721; BFH Urteil vom 2.2.2000, X B 83/99, BFH/NV 2000, 946)), jedoch müsste erwiesen werden, dass vor der Weitergabe an die Kinder, keine Verkaufsabsicht hinsichtlich dieser Grundstücke bestand. Dies darzulegen, dürfte bei ihnen schwierig werden, da bereits 3 Grundstücke veräußert wurden, vor allem dann wenn ihre Tochter das Grundstück zeitnah veräußert.

Allerdings sind die Zeiten, in denen die Immobilie gehalten wurde von Rechtsvorgänger ( ihnen) und Rechtsnachfolger im Zusammenhang zu betrachten, so dass die 5 Jahre, die sie Immobiilie halten, auch bei ihrer Tochter berücksichtigt werden, es sei denn ihre Tochter nimmt verkaufsfördernde Maßnahmen an der Immobilie vor. Grundsätzlich geht es immer darum, dem Veräußerer des Grundstücks nachzuweisen, dass er das Grundstück bereits mit Gewinnerzielungsabsicht im Zeitpunkt der Übertragung an ihn verkaufen wollte.

Beachten müssen sie, dass auch die Zählobjekte von Rechtsvorgänger (Ihnen) und Rechtsnachfolger ( Tochter) dem jeweils anderen "infizieren "können",so das es genügt, wenn nur bei ihnen gewerblicher Grundstückshandel festgestellt wird ( weil das nun veräußerte Grundstück vor Weitergabe durch vorweggenommene Erbfolge veräußert werden sollte) um die Einnahmen aus den immobilien sowohl bei ihnen als auch ihrer Tochter, falls diese die Immobilie zeitnah veräußert) als gewerbliche Einkünfte einzustufen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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Bewertung des Fragestellers 15.10.2017 | 11:46

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