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Abgabe der deutschen Staatsangehörigkeit

| 27.06.2008 14:25 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

1995 habe ich als in der BRD lebender nicht europäischer Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Jetzt habe ich eine Arbeitsstelle in meinem frühren Land mit der Bedingung angeboten bekommen , nur die Staatsangehörigkeit dieses Landes zu haben. Deshalb muüßte ich meine duetsche Staatsbürgerschaft abgeben. Damals bei der Beantragung der deutschen Staatsbürgerschaft habe ich die frühre Staatsbürgerschaft nicht verloren.Jetzt müßte ich nur die deutsche Staatsbürgerschaft abgeben , um diese Stelle zu erhalten.
Noch zu meiner Person: Ich bin mit einer deutschen Staatsangehörigen verheiratet und haben wir eine Tochter. Meine Frau und Tochter haben nur die deutsche Statsangehörigkeit. Wir leben in Berlin

Meine Fragen:
Welche Nachteile werde ich haben in Bezug auf Aufenthaltsrecht in Deutschland, wenn ich auf die dt. Statsbürgerschaft verzichte? Kann ich z. B. duch meine Frau oder durch eigene Immobilien in Deutschland eine Aufenthaltsgenemigung für Deutschland behalten?

Wie läuft die Formalität für die Abgabe der deutschen Staatsbürgerschaft? Welche Behörde in Berlin ist dafür zuständig? Wie lange könnte das Verfahren dauern? Preise?


Kann ich in Zukunft z.B. nach 5-10 Jahen nochmals die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen?

Mit freundlichen Grüßen

AB

27.06.2008 | 16:19

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können auf die deutsche Staatsangehörigkeit gemäß § 26 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) verichten, wenn die dort genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Beachten Sie bitte insb. die Voraussetzungen des § 22 StAG. Nach Erhalt der Verzichtsurkunde verlieren Sie die deutsche Staatsangehörigkeit und könnten dann die Ihnen angebotene Stelle in Ihrem ursprünglichen Heimatland antreten.

Der Nachteil nach einem Verzicht auf die Deutsche Staatsangehörigkeit ist insbesondere, dass Sie sich nur noch in Deutschland aufhalten dürfen, wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis besitzen. Außerdem können Sie in einige Länder nicht mehr so einfach (ohne Visum) einreisen.

Rechtsgrundlage für die Erteilung eines Aufenthaltstitels ist § 38 Aufenthaltsgesetz (AufenthG ).

Sie sollten unmittelbar nach Erhalt der Verzichtsurkunde eine Niederlassungserlaubnis nach § 38 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AufenthG beantragen. Dies müssen Sie innerhalb der dort genannten Frist von 6 Monaten nach Erhalt der Verzichtsurkunde machen. Eine Niederlassungserlaubnis erhalten Sie aber nur dann nach dieser Vorschrift, wenn Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt SOWOHL zum Zeitpunkt des Erhalts der Verzichtsurkunde ALS AUCH zum Zeitpunkt der Beantragung der Niederlassungserlaubnis haben. Mit anderen Worten: Sie sollten erst frühestens nach Antragstellung, sinnvollerweise erst nach Erhalt der Niederlassungserlaubnis aus Deutschland ausreisen.

Wenn die genannten Voraussetzungen für eine Niederlassungserlaubnis nicht vorliegen, erhalten Sie eine Aufenthaltserlaubnis gemäß § 38 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AufenthG .

In der Zeit nach Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde ist Ihr Aufenthalt in Deutschland auch ohne Aufenthaltstitel rechtmäßig, § 38 Abs. 2 AufenthG .

Beachten Sie bitte, dass die Regelerteilungsvoraussetzungen des § 5 AufenthG grundsätzlich erfüllt sein müssen. Insbesondere muss also der Lebensunterhalt gesichert sein.

Zuständig für das Verfahren auf den Verzicht ist das für Ihren Bezirk in Berlin zuständige Bürgeramt. Dort stellen Sie den Antrag, für den grundsätzlich ein Vordruck zu verwenden ist.

Über die Dauer des Verfahrens kann ich Ihnen leider keine Auskunft geben, da diese von einer Vielzahl von Faktoren abhängt (insb. Urlaubszeit, allgemeine Arbeitsbelastung im konkreten Bürgeramt). Hier sollten Sie einfach im Bürgeramt nachfragen.

Das Verzichtsverfahren sollte aber deutlich schneller gehen, als das Einbürgerungsverfahren.

Die Kosten für das Verzichtsverfahren betragen nach meinem Kenntnisstand derzeit 51,- €. Bitte fragen Sie aber diesbezüglich noch einmal bei der Behörde nach.

Eine spätere Einbürgerung ist grundsätzlich möglich. Allerdings müssen Sie dann die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, die inZukunft gelten werden. Sie sollten also zumindest prüfen, ob Sie jetzt erneut eingebürgert werden könnten. Die Voraussetzungen finden Sie in §§ 8 ff. StAG.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich Ihnen unbedingt rate, sich vor einer abschließenden Entscheidung noch einmal genau und persönlich, am besten anwaltlich, beraten zu lassen. Meine Antwort sollte für Sie nur ein erster Anhaltspunkt für eine weitere Entscheidungsfindung sein.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe. Sie können gerne noch eine kostenlose Nachfrage stellen. Alle von mir zitierten Vorschriften finden Sie unproblematisch im Internet.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin

Tel.: 030 / 397 492 57
Fax: 030 / 397 492 79

kontakt@kanzlei-cziersky.de
www.kanzlei-cziersky.de


Rückfrage vom Fragesteller 27.06.2008 | 17:02

Sehr geehrter Herr RA Cziersky-Reis,

danke für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort.

Ich möchte nur genau wissen, ob ich nach Erhalt der Verzichturkunde und der Stellen des Antrages auf Niederlassungserlaubnis aus Deutschland ausreisen und die Entscheidung über den Antrag im Ausland abwarten kann?, und wenn er genehmigt wird, dann mit meinem nicht-deutschen Reisepass nach Deutschland reisen kann und die Niederlassungerlaubnis in Pass eintragen lassen kann?

Mit besten Grüßen

AB

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.06.2008 | 00:25

Sie können dies theoretisch so machen, also direkt nach Antragstellung ausreisen. Das Problem ist aber dann, dass Sie mit Ihrem nicht-deutschen Reisepass nur dann wieder nach Deutschland einreisen können, wenn Sie entweder kein Visum benötigen (hierzu müsste ich wissen, aus welchem Land Sie kommen) oder aber eine Aufenthaltserlaubnis oder ein Visum in Ihrem Pass nachweisen können. Wenn Sie nicht ohne Visum einreisen dürfen, sollten Sie deshalb abwarten, bis Ihnen die Niederlassungserlaubnis erteilt wird (dies sollte schnell gehen; notfalls vereinbaren Sie bei der Ausländerbehörde Berlin keinen Termin, sondern gehen einfach so dort hin. Sie müssen dann nur mit einer längeren Wartezeit rechnen).

Alternativ müssten Sie sonst bei der deutschen Botschaft ein Visum beantragen um die Niederlassungserlaubnis in Deutschland "abzuholen".

Wenn Sie nicht wissen, ob Sie grundsätzlich ein Visum zur Einreise benötigen würden, senden Sie mir kurz eine E-Mail und teilen mir Ihr "Heimatland" mit.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 28.06.2008 | 00:28

Ergänzend zu meiner Antwort auf Ihre Nachfrage: Eigentlich sollte nichts dagegen sprechen, dass Sie die Niederlassungserlaubnis sofort nach Antragstellung erhalten.

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