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Abgabe der Deutschen Staatbürgerschaft


22.03.2006 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren

Ich besitze zwei Staatsbürgerschaften (schwedisch & deutsch). Vor zwei Jahren wurde ich gemustert, konnte mich aber nach dem Abitur 2005 für einen Auslandsaufenthalt vom Wehrdienst bis Mai 2006 zurückstellen lassen.

Da ich gerne Medizin studieren möchte und dies ein langes Studium bedeutet, würde mich die Bundeswehr um ein weiteres Jahr zurückwerfen.

Mein Frage:
Kann ich die deutsche Staatsbürgerschaft, auch wenn ich wehrdienstlich erfasst wurde noch abgeben? (nochmal: ich wurde nur gemustert und nich einberufen!)
Als schwedischer Staatsbürger hätte ich nämlich das Recht auf freie Entscheidung, da werder Wehr- noch Ersatzdienst in Schweden Pflicht sind!

Danke für die Beantwortung meiner Frage

Mit freundlichen Grüßen

...


Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihren Angaben gemäß wie folgt beantworten möchte:

Einschlägige Vorschrift in Ihrem Fall ist § 26 StAG. Danach kann ein Deutscher auf seine Staatsangehörigkeit verzichten, wenn er mehrere Staatsangehörigkeiten besitzt. Der Verzicht ist schriftlich zu erklären. Die Verzichtserklärung bedarf der Genehmigung der zuständigen Behörde. Da dies von Bundesland zu Bundesland verschieden organisiert ist, kann ich Ihnen diese leider nicht direkt nennen. Die Genehmigung ist allerdings zu versagen, wenn eine Entlassung nach § 22 I StAG nicht erteilt werden dürfte. Dies ist bei Wehrpflichtigen der Fall, solange nicht das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm bezeichnete Stelle erklärt hat, dass gegen die Entlassung Bedenken nicht bestehen.

Wenn Sie in dem Staat, dessen Staatsangehörigkeit Sie besitzen, Wehrdienst geleistet hätten oder seit mindestens 10 Jahren den dauernden Aufenthalt im Ausland hätten, dann wäre die Genehmigung zur Verzichtserklärung unabhängig von der Erklärung des Bundesministeriums der Verteidigung.


Leider vermag ich nicht vorherzusagen, wie das Bundesministerium der Verteidigung bei Ihnen entscheiden würde. Möglicherweise empfiehlt es sich, sich vorher diesbezüglich zu informieren.

Darüber hinaus möchte ich zu bedenken geben, dass sich eventuell Nachteile aus der Aufgabe der Staatsangehörigkeit für Sie ergeben könnten:

Wenn Sie nach abgeschlossenem Studium einen Job in Deutschland suchen, unterliegen Sie eventuell der Vorrangprüfung in Bezug auf gleichqualifizierte deutsche Staatsangehörige.

Als nicht erwerbstätiger Eu-Staatsbürger haben Sie in der Regel nur dann ein Aufenthaltsrecht in Deutschland, wenn Sie sich wirtschaftlich betätigen (Studium eingeschlossen). Anderenfalls besteht die Möglichkeit, dass Ihnen das Aufenthaltsrecht für Deutschland entzogen wird.


Ich hoffe, diese Antwort war Ihnen soweit behilflich. Für Rückfragen stehe ich im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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