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Abfindungserklärung nach Unfall


20.10.2007 22:15 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

meine Mutter wurde im Dezember letzten Jahres von einem Autofahrer auf dem Zebrastreifen überfahren. Sie erlitt schwerste Schulter und Armverletzungen (bereits 3 OP´s) sowie Hörschädigung und entging nur knapp dem Tode - Die Gegnerische Versicherungen hat per Dato eine Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 20.000 EUR geleistet und möchte nun mit einer Abfindungserklärung weitere 20.000 EUR zahlen. Das Problem ist, das dieses Abfindungserklärung (in der Folge geschrieben) einen Abtretung von rechten Dritter beinhaltet. Nun stellt sich die Frage was das genau bedeutet, da mitlerweile bei der BFA Renten Anträge betreffend Invalidiät laufen sowie mehrere private Unfallversicherungs Anträge meiner Mutter nach dieser Invaliditätsklärung auch zu Zahlungen verpflichtet wären. Und ich gehe davon aus, das diese (ja Dritte) sich auch Ihr Geld von der Unfallgegenerversicherung zurück holen wollen/werden. Schliesst man mit dieser Abfindungserklärung dann diese Möglichkeit der Dritten (also private Unfallversicherung meiner Mutter und BFA Rentenansprüche und Kuransprüche usw.) aus und die kommen wohl möglich dann zu uns und wollen das Geld weil wir die rechte abgefunden haben oder wie ist das genau zu verstehen? (eiegentlich kann ich doch gar keine Verträge für Dritte bestimmen, wenn die sich ihr Geld dann von der Generversicherung wieder holen wollen) Es darf halt nicht sein, das wir dadurch dann selber von der BFA und der Unfallversicherung für Zahlung in "regress" genommen werden oder die Zahlung gar nicht statt finden weil wir ja abgetreten haben !!??

Hier der genaue Wortlaut (Danke auch für eine Rückinfo ob da irgendwelche "Passagen" versicherungsfreundlich geschrieben wurden ;) ) :

Abfindungserklärung

Nach Erhalt der unten genannten Entschädigung erklärt sich der Anspruchsteller (meine Mutter) hinsichtlich aller Schadenersatzansprüche aus dem Schaden, seien sie bekannt oder nicht bekannt, vorhersehbar oder nicht vorhersehbar, für abgefunden. Er verzichtet auf jede weitere Forderung, gleich aus welchen Gründen, auch aus heute noch nicht erkennbaren Unfallfolgen, gegen die (VERSICHERUNG der Unfallgegeners), die versicherten und gegen Dritte sofern diese nach Inanspruchnahme durch den Anspruchsteller gesamt Schuldnerrisch Ausgleichsansprüche gegen die (VERSICHERUNG der Unfallgegeners) und die Versicherten stellen können.


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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Mit der Unterschrift unter ein derartiges Dokument werden sämtliche Ansprüche ausgeschlossen. Genau wie Sie es hier auch sehen.
Ich rate dringend (!) davon ab deratiges zu unterschreiben. Gerade im Hinblick auf die schweren Verletzungen der Mutter scheint mir das Angebot absolut unzureichend. In jedem Fall sollten Sie einen Kollegen/in vor Ort mit der Bearbeitung der Angelegenheit betrauen. Hier muss zumindest die finanzielle Belastung des furchtbaren Unfalls beseitigt werden. Auf den ersten Blick mag eine derartige Summe verlockend wirken, schnell können jedoch im Pflegefall, etc. viel höhere Kosten auf Sie zukommen. Sie sollten daher die Sache umgehend mit einem Anwalt anhand der sicherlich schon vorliegenden medizinischen Befunde überprüfen. Im Übrigen können die Anwaltskosten gegenüber der gegnerischen Versicherung abgerechnet werden.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2007 | 22:39

Ok Danke, wir haben bereits einen Anwalt eingeschaltet der sich auch schon seit Anfang an um die Sache kümmert aber anscheinend ist das nicht sein "KERNGESCHÄFT" - Also ist es so, das die Gegnerische Versicherung dann Ansprüche z.Bsp. der privaten Unfallversicherung meiner Mutter nicht mehr zahlen müsste und somit auch die private Unfallversicherung meiner Mutter gegen über uns keine Leistung erbringen wird? Auch die Mögliche Erwerbsunfähigkeitsrente würde man abtreten ?????

Danke nochmal

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2007 | 22:57

Ok Danke, wir haben bereits einen Anwalt eingeschaltet der sich auch schon seit Anfang an um die Sache kümmert aber anscheinend ist das nicht sein "KERNGESCHÄFT" - Also ist es so, das die Gegnerische Versicherung dann Ansprüche z.Bsp. der privaten Unfallversicherung meiner Mutter nicht mehr zahlen müsste und somit auch die private Unfallversicherung meiner Mutter gegen über uns keine Leistung erbringen wird? Auch die Mögliche Erwerbsunfähigkeitsrente würde man abtreten ?????

Danke nochmal

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2007 | 13:09

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

durch die Abgabe der Erklärung treten Sie keine Ansprüche ab, sondern verpflichten sich keine selbst gegen Dritte anzumelden, sofern diese beim gegnerischen Versicherer Regreß nehmen könnten. Ich kann nach wie vor nur von einer derartigen Vereinbarung abraten.
Wenden Sie sich mit Ihren Bedenken an Ihren Anwalt. Eventuell lassen sich hier noch weitere Unklarheiten ausräumen. Es sollte anhand der medizinischen Gutachten, etc. zunächst einmal festgestellt werden welcher finanzielle Schaden entstanden ist, noch vorhersehbar entstehen wird und dann gegenüber der Versicherung abgerechnet werden. Dies mit dem Hinweis, dass man nich auf die Geltendmachung etwaiger weiterer unfallbedingter Schäden durch die Leistung verzichtet. In jedem Fall sollte dem Versicherer dann auch eine Frist zur Zahlung gesetzt werden, nach deren fruchtlosem Ablauf dann umgehend geklagt werden sollte um nicht kostbare Zeit zu verschwenden.
Ansprüche gegenüber Dritten sollten ebenso relativ zügig angemeldet werden. Erfahrungsgemäß wird man versuchen Ihnen ein verlockendes Angebot zu machen (mit dem gefährlichen Ausschluss für weitere Schäden) oder einfach versuchen die Sache unverhältnismäßig lange zu verzögern. Es ist absolut notwendig hier konsequent Ihre Rechte durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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