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Abfindung ohne Steuern Auszahlen lassen

14.09.2016 12:17 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Besteuerung einer Abfindung

Guten Tag meine Damen und Herren,

ist es möglich sich die Abfindung ohne Steuerabgabe Auszahlen zu lassen?
Hintergrund ist, mein Beschäftigungsverhältnis endet am 31.12.2016
Die Abfindung wird nach Vereinbarung am 25.01.2017 ausgezahlt.
Da mein jetziger Arbeitgeber nicht weiß was ich kommenden Jahres für Einkünfte habe kann er also normal nicht die Steuerlich Belastung ausrechnen.
Das ich meine Steuern zu entrichten habe weiß ich.
Ich möchte diese halt nur mit der Steuererklärung 2017 entrichten.
Ich Bedanke mich für ihren Rat.
MFG A.B.
14.09.2016 | 13:08

Antwort

von


(300)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie gehen zu Recht davon aus, dass Ab­fin­dun­gen (inzwischen) grundsätz­lich in vol­lem Um­fang der Ein­kom­men­ssteu­er unterliegen.

Eine Abfindung ohne Steuerabgabe kann daher nur auf dem Verhandlungswege über eine Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber erzielt werden. Es gibt hier im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:

1.
Bei der sog. "Brutto = Netto-Abrede", wird vereinbart, dass Ihnen der Abfindungsbetrag in voller Höhe ausbezahlt wird, und Sie sich um die anschließende Versteuerung selbst kümmern. Auf Grundlage einer solchen Vereinbarung können Sie jedoch nicht verlangen, dass Ihnen Ihr Arbeitgeber zusätzlich die anfallende Lohnsteuer zu erstatten hat, vgl. BAG, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20AZR%206/85" target="_blank" class="djo_link" title="BAG, 21.11.1985 - 2 AZR 6/85: Streitigkeit über eine in einem Vergleich aufgenommene Abfindungs...">2 AZR 6/85</a> .

2.
Letzteres ist nur dann möglich, wenn eine sog. echte Nettovereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber getroffen wird. Hier verpflichtet sich Ihr Arbeitgeber über die Zahlung der vollen Abfindung hinaus, ausdrücklich auch dazu, die hieraus entstehende Lohnsteuer zu tragen.

Selbst wenn der Abschluss einer solchen Vereinbarung jedoch scheitern sollte, dürfte sich die Vereinbarung, Ihnen die Abfindung erst im Folgejahr auszubezahlen, bereits steuerlich günstig für Sie auswirken, da bei Auszahlung der Abfindung im laufenden Jahr im Hinblick auf Ihren Bruttolohn der Vormonate die Entlastungswirkung der sog. Fünftelregelung i.d.R. erheblich gemindert wird.

Sollte es daher im Folgejahr zu erheblichen geringeren Einkünften oder zum Bezug von Arbeitslosengeld kommen, wäre eine Besteuerung der Abfindung im Folgejahr steuerlich wesentlich günstiger für Sie. Das Hinausschieben der Auszahlung der Abfindung in das Folgejahr hindert die ermäßigte Besteuerung nach der sog. Fünftelregelung nämlich nicht.

Für nähere Informationen zur Besteuerung empfiehlt sich die Rücksprache mit Ihrem Steuerberater.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei in dieser Angelegenheit anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen




Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

ANTWORT VON

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90451 Nürnberg
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