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Abfindung nach Elternzeit / Kürzung des Teilzeitvertags möglich?

12.01.2014 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


22:55

Zusammenfassung:

Elternzeit, TzBfG, BEEG und Wunsch nach Verringerung der Arbeitszeit nach der Elternzeit.

Hallo und besten Dank im Voraus für Ihre Hilfe,

ich muss im Mai nach 6 Jahren Elternzeit in meinen Beruf (Außendienst) zurückkehren. Ich hatte in diesem Beruf 7 Jahre in Vollzeit gearbeitet und dann 6 Jahre auf 20h Teilzeit reduziert.

Nun habe ich leider meine beiden Kinder nicht im selben Kindergarten untergebracht (Fahrzeit dazwischen einfach 45 min) und in einem Kindergarten auch nur eine Bewilligung für 20 h Betreuung bekommen. Auch die Kindergarten-Ferien überlappen sich nur teilweise, so dass ich ca. 70 Tage Urlaub bräuchte.

Kurz: Ich schaffe es nicht, meinen 20h-Teilzeitjob auszuführen.

1) Habe ich einen Anspruch, die Teilzeit von 20h auf eine niedrigere Stundenzahl zu reduzieren? Gibt es eine Untergrenze für Teilzeitarbeit?

2) Wie könnte ich eine Abfindung erreichen? (Ich weiß, dass ich keinen Anspruch darauf habe, aber vielleicht wäre es ja für die Firma - 10000 Mitarbeiter in Deutschland - ja attraktiv, mich "loszuwerden". Die Firma stellt kaum noch "fest" ein, sondern fast nur noch über Leiharbeit)

Besten Dank für Ihre Antwort.

Viele Grüße

Einsatz editiert am 12.01.2014 20:38:19

12.01.2014 | 21:56

Antwort

von


(758)
Wambeler Str. 33
44145 Dortmund
Tel: 0231 / 13 7534 22
Web: http://ra-fork.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:





Frage 1:
"Habe ich einen Anspruch, die Teilzeit von 20h auf eine niedrigere Stundenzahl zu reduzieren?"


Ja, ein solcher Anspruch ergibt sich unter den dort genannten Voraussetzungen aus § 15 V, VI BEEG während der Elternzeit und gem. § 8 TzBfG außerhalb der Elternzeit.



Frage 2:
"Gibt es eine Untergrenze für Teilzeitarbeit?"


Untergrenzen für Teilzeit-Arbeit während der Elternzeit sind 15 Stunden die Woche, § 15 VII Nr. 3 BEEG .


Außerhalb der Elternzeit gibt es diese Begrenzung grundsätzlich nicht. Hier kommt es allein auf die konkreten Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber an.



Frage 3:
"Wie könnte ich eine Abfindung erreichen? (Ich weiß, dass ich keinen Anspruch darauf habe, aber vielleicht wäre es ja für die Firma - 10000 Mitarbeiter in Deutschland - ja attraktiv, mich "loszuwerden"."


Nur indem der Arbeitgeber Sie kündigt oder eine entsprechende vereinbarung mit Ihnen trifft. Aber da sehe ich nach Ihrer Schilderung keinen Grund für.








Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Fork, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Raphael Fork

Rückfrage vom Fragesteller 12.01.2014 | 22:12

Besten Dank für Ihre Antwort.

Wenn ich meinem Arbeitgeber mitteile, dass ich nur 12h arbeiten möchte, wird sich das für ihn nicht lohnen (Pharma Außendienst) und er wird es sicher ablehnen.

Kann ich dann dann laut § 8 TzBfG darauf pochen?

Oder wird er mir dann evtl. das Angebot einer Abfindung unterbreiten?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.01.2014 | 22:55

Nachfrage 1:
"er wird es sicher ablehnen.
Kann ich dann dann laut § 8 TzBfG darauf pochen?"



Dies kann Ihr Arbeitgeber nach § 8 IV TzBfG aber nur dann, wenn dafür betriebliche Gründe vorliegen.

Dies wäre im Zweifel arbeitsgerichtlich zu klären.





Nachfrage 2:
"Oder wird er mir dann evtl. das Angebot einer Abfindung unterbreiten?"


Gerade dann wenn sich keine Eigung erzielen lässt, kann sich im arbeitsgerichtlichen Verfahren durchaus die Situation ergeben, dass der arbeitgeber sich durch eine Abfindung von dem Arbeitsverhältnis "freikauft".

ANTWORT VON

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