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Abfindung nach Elternzeit

13.03.2008 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

Bin seit 2006 im Erziehungsurlaub, der Ende April diesen Jahres endet. Mein Arbeitgeber hat mir die Tätigkeitsbeschreibung einer neuen Stelle per email zugeschickt, die zwar an meinem Arbeitsvertrag angepasst wurde, aber überhaupt nicht meiner Qualifikation (Industriekaufmann) bzw. meinen Vorstellungen entspricht. Ich vermute sehr stark, das die Stellenbeschreibung meinem Arbeitsvertrag entsprechend formuliert wurde, letztendlich ist es aber der Job eines Lagerarbeiters. Ich habe früher die Auftragsbearbeitung, Fakturierung, Telefonzentrale und auch die EDV betreut. Jetzt soll ich im Wareneingang folgende Tätigkeiten ausüben:

Leergutverwaltung u. Verpackungsverwaltung
Erfassen der Ware ( Auftragserfassung, Betriebsauftrag, Warenbegleitkarte,
Warenanhänger,
Scannerlabel ) gem. Prüfplan / QMH, Artikelerfassung nach schriftlicher
Anweisung
oder per Mail, Übergabe der Unterlagen an AV / Terminsteuerung / Fertigung

Auslieferung der Ware ( Lieferschein / Ladeliste ) gemäß Prüfplan / QMH
Fehlerbehandlung gemäß Prüfplan / QMH
Inventurarbeiten

Hier geht es unter anderem um Lagerarbeiten, die ich noch nie gemacht habe.
Für mich ist das eine Abstufung meiner Tätigkeit, ja sogar meiner Person.
Ich vermute, dass mein Arbeitgeber mich so loswerden möchte.

Hier nun meine Fragen:

Ich möchte das Arbeitsverhältnis auflösen, kann ich einen Aufhebungsvertrag anbieten und zusätzlich noch um eine Abfindung bitten, obwohl ich um eine Auflösung des Arbeitsvertrages gebeten habe? (Ich habe eine andere Arbeitsstelle, die ich zum gleichen Termin beginnen kann, bereits gefunden.)

Kann mein Arbeitgeber den Aufhebungsvertrag verweigern, muss ich diese Stelle sogar antreten?

Wenn er mit einem Aufhebungsvertrag einverstanden ist, und mir sogar eine Abfindung zahlen würde, wie hoch kann ich die Abfindung ansetzten. (ich bin seit 14 Jahren in der Firma tätig - incl. Elternzeit von 2 Jahren)

Vielen Dank für Ihre Antwort.

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Sehr geehrte Ratsuchende,


es ist hier durchaus möglich, dass Sie eine Vertragsaufhebung anregen, verbunden mit einer Abfindung. Denn der Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen einen gleichwertigen beschäftigungsplatz zur Verfügung zu stellen, wovon man nach Ihrer Schilderung nicht sprechen kann.

Ob das Auflösungsangebot von Ihnen ausgeht, ist dabei irrelevant. Hat der Arbeitgeber aber Kenntnis, dass Sie einen neuen Beschäftigungsplatz gefunden haben, wird er sicherlich keine Abfindung zahlen. Denn einen Anspruch werden Sie bei dieser Konstellation gesetzlich nicht ableiten können.

Daher sollten Sie auf die Bereitstellung eines vergleichbaren Arbeitsplatzes bestehen und dann im Falle der Weigerung die Auflösung, verbunden mit einer Abfindung besprechen.


Der Arbeitgeber muss nicht zustimmen und kann den Aufhebungsvertrag tatsächlich erweigern - dann müssten Sie kündigen.


Bei der Höhe der Abfindung ist die die Betriebszugehörigkeit zu berücksichtigen und zwar einschließlich der Elternzeit, wobei dann pro Jahr ein halbes Monatseinkommen angenommen wird.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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