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Abfindung in Januar 2021

09.11.2020 12:28 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
ich habe einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und bekomme im Januar 2021 eine Abfindung von 243.000€ Brutto.
Meine Frau und ich haben jedoch vor nach Ägypten auszuwandern.
Wäre es für uns sinnvoll das wir uns schon 2020 aus Deutschland abmelden um steuern zu sparen?

Danke im voraus.

09.11.2020 | 13:15

Antwort

von


(526)
Charlottenstr. 14
52070 Aachen
Tel: 0241 - 53809948
Web: http://www.rechtsanwalt-andreaswehle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der von Ihnen getätigten Angaben wie folgt.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die durch Gesetz vom 20.12.2016 eingeführte Vorschrift des § 50a Abs. 12 EStG hinweisen. https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__50d.html

Bis zur Einführung dieser Vorschrift galt nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (I R 143/84 , dass Entlassungsentschädigungen, die Aufgrund des Verlustes des Arbeitsplatzes von ehemaligen Arbeitgeber gezahlt werden, nicht als Arbeitslohn, so dass nach den meisten Doppelbesteuerungsabkommen das Besteuerungsrecht dafür dem Ansässigkeitsstaat zuzuordnen war.

Dadurch konnten viele Abfindungen/Entlassungsentschädigungen steuerfrei vereinnahmt werden, weil der jeweilig vom ehemaligen Arbeitnehmer ausgewählte Staat, in dem er zum Zeitpunkt der Auszahlung ansässig war (meist ohne Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in Deutschland) sein Besteuerungsrecht nicht ausübte.

Seit Einführung der o.g. Vorschrift gelten nun entgegen der Rechtsprechung des BFH per Gesetz die Entlassungsentschädigungen/ Abfindungen als Entgelt für die frühere Tätigkeit, so dass diese in der Regel in Deutschland ganz normal zu versteuern sind.

Die Regelung des § 34 EStG (Fünftelregelung) kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn Sie zum Zeitpunkt des Zuflusses in Deutschland nach § 1 EStG unbeschränkt steuerpflichtig sind, das heißt eine Wohnung oder einen ständigen Aufenthalt haben.

Insoweit nützt es Ihnen hier nichts mehr, dass Sie vor der Zahlung der vereinbarten Abfindung nach Ägypten auswandern wollen.

Im Übrigen würde die Abfindung bei Aufenthalt in Ägypten trotz der Regelung des § 50d Abs. 12 EStG m.A. nach immer noch steuerbar sein, da das nach der o.g. Rechtsprechung Besteuerungsrecht für Entlassungsentschädigungen ja dem Ansässigkeitsstaat zufällt und es fraglich erscheint, dass ein Vertragsstaat durch einseitige gesetzliche Definition auf nationaler Ebene hier zwischenstaatliche Verträge und Entscheidungen der obersten Gerichte auszuhebeln versucht. Neuere Rechtsprechung dazu seit der Einführung des § 50d Abs. 12 EStG ist mir derzeit nicht bekannt.

Ich hoffe Ihre Fragen beantwortet zu haben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen


Rechtsanwalt Andreas Wehle

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