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Abfindung - Prämie - Krankengeld

13.06.2012 18:46 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 02.04.2012 arbeitsunfähig an einer psychischen Krankheit erkrankt.
Mein Arbeitgeber hat mir aufgrund einer schlechten Prognose und dem Fehlen der physischen und psychischen Gesundheit fristgerecht gekündigt.

Dies soll an dieser Stelle nur einführend dargestellt werden, da diese Beendigung des Arbeitsverhältnisses unstrittig ist und auch die AfA hier eingebunden war.
Dort ist eine Genesungszeit von bis zu 6 Monaten gutachterlich festgestellt worden.

Ich beziehe nun Krankengeld und bin weiter krank geschrieben.

Mein Arbeitgeber möchte nun noch 2400,00 € Abfindung und 1461,54 € an offenem Urlaubsanspruch zahlen.

Nun meine Teil-Fragen:
1) Wird die Abfindung in Höhe von 2400,- € beim Krankengeld angerechnet?
(Die Auszahlung soll in 3 Schritten je 800,00 € erfolgen und sozialversicherungspflichtig sein)
Müssen überhaupt Beiträge gezahlt werden?

2) Wird mein noch offener Urlaubsanspruch an das Krankengeld angerechnet?

3) Außerdem sind noch Prämien in Höhe von 1600,00 € zu zahlen. Wie verhält es sich hier?
Sind dies Arbeitsleistungen im eigentlichen Sinne? Erarbeitet wurden diese Prämien im Zeitraum der Arbeitsfähigkeit!

als Gesamtsumme 5164,54 € als Gesamtsumme die bessere Alternative?

Im Grunde genommen habe ich nach dem Lesen vieler Beiträge hier das Gefühl, dass ich meine Abfindung und alles was ich mir erarbeitet habe, wegen Krankheit aufbrauchen muss.

Kernfrage:
Haben Sie einen Tip, um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten?

Über eine ermunternde Nachricht würde ich mich sehr freuen.



Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

1. Eine "echte Abfindung" wird auf das Krankengeld nicht angerechnet. Eine "echte" Abfindung ist eine Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes, also keine verdeckte Lohnzahlung. Eine solche Abfindung ist auch nicht sozialversicherungspflichtig, so dass die Aussage Ihres Arbeitgebers falsch ist. Eine Abfindung ist aber steuerpflichtig. Sie sollten also darauf bestehen, dass die 2400 € als Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes gezahlt werden. Dies ist auch für den Arbeitgeber günstiger, weil ja keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen.

2. Auch die Urlaubsageltung nach § 7 IV BUrlG ist eine einmalige Lohnzahlung und damit nicht anzurechnen. Grundlage ist § 49 I Nr. 1 SGB V.

3. Auch Prämien, die nicht regelmäßig, sondern einmalig, etwa ein mal jährlich gezahlt werden, führen nicht zu einem Ruhen des Krankengeldes.
Es kommt aber hier auf die Details der Prämienregelung an.
Urlaubsabgeltung und Prämien sind aber sozialvesicherungspflichtiges Entgelt.

Es wäre daher am günstigsten, wenn die gesamte Summe als Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes gezahlt würde. Dann sind Sie auch bei den Prämien auf der sicheren Seite und sparen die Sozialversicherungsbeträge.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 13.06.2012 | 19:50

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

Meinem alten Arbeitgeber scheint es finanziell nicht besonders gut zu gehen. Kann er die Abfindung auch in 3 Raten a 800 € zahlen als "echte" Abfindung.

Es ist ja nur eine Ratenzahlungsvereinbarung zwischen ihm und mir, oder?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.06.2012 | 22:58

Sehr geehrter Fragesteller,

es ist auch möglich die Abfindung in Raten zu zahlen, wichtig ist nur, dass die Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes gezahlt wird.

In der Lohnabrechnung wird die Abfindung dann ja einer Summe aufgeführt, auch wenn der Nettobetrag in 3 Raten gezahlt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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