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Abfindung Hausübertragung


07.02.2007 16:01 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Mein Vater (Witwer) möchte sein Haus an meine Schwester überschreiben. Wir haben eine Abfindung in Höhe von 10.000 € fällig in 10 Jahren vereinbart. Beim Tode meines Vaters vor Ablauf dieser 10 Jahre soll die Summe 14 Tage später ausgezahlt werden. Geschieht dieses nicht, soll das Haus an mich überschrieben werden. Da der Notar von meiner Schwester beauftragt und bezahlt wird, möchte ich gerne wissen, wie ich mich wirklich absichern kann, dass ich diese 10.000 € auch in 10 Jahren bekomme. Welche Formulierung sollte in diesem Vertrag stehen? Es gibt sicherlich Mittel, Wege und Gesetze, dass die Zahlung in 10 Jahren nicht erfolgen könnte. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass mein Vater Wohnrecht erhält und das Haus nur mit seinem Einverständnis und Unterschrift beim Notar finanziell belastet werden darf.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

anhand Ihrer Informationen möchte ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass ein Notar, auch wenn er nur von einer Partei bezahlt wird, zur Neutralität verpflichtet ist und ebenfalls dazu, alle Seiten über die bestehenden Risiken umfassend zu belehren und aufzuklären.

Befürchtungen Ihrerseits, der Notar oder Formulierungen im Notarvertrag könnten dazu geeignet sein "sie über den Tisch zu ziehen" möchte ich daher grundsätzlich ausschließen.

Es ist auch nicht möglich, hier eben so Ihnen die gewünschten Klauseln zu formulieren. Dies bedarf einer detailierten Einzelfallprüfung und Bearbeitung was gerade der beauftragte Notar tun wird. Als einzigen pauschalen Ratschlag kann ich Ihnen folgendes sagen: Es wäre für Sie vorteilhaft, wenn sich Ihre Schwester bezüglich des zu zahlenden Betrages, bereits in der notariellen Urkunde der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft. Dies hätte den Vorteil das Sie, sollte Ihre Schwester zum Fälligkeitstermin nicht zahlen, sofort gegen Sie die Zwangsvollstreckung einleiten können, ohne vorherige langwierige Gerichtsverfahren.

Es ist aber natürlich so, dass bei solchen Verträgen grundsätzlich gewisse Risiken bestehen. Sollte in 10 Jahren bei Ihrer Schwester, aus welchem Grunde auch immer, nichts mehr zu hohlen sein, gehen Sie leer aus.

Im übrigen sollten Sie überlegen, ob so eine Regelung, welche wohl zumindest faktisch eine "vorweggenomme Erbfolge" darstellen soll, Sie rein wertmäßig nicht benachteiligt. Ihre Schwester erhält letztendlich das Haus und Sie 10.000,00 €. Das klingt zumindest "auf den ersten Blick" nicht so positiv für Sie.

Das können jedoch nur Sie abschließend beurteilen.

Sollten Sie diesen Vertrag ebenfalls zustimmen, sollten jedoch zumindest alle wichtigen Details vorab geklärt werden. Im Nachhinein kann man gegen solche Verträge nur sehr schwer und verbunden mit hohen Kosten vorgehen.

Scheuen Sie sich daher nicht, detailiert bei dem Notar, notfalls auch mehrmals nachzufragen, falls Ihnen etwas unklar ist, denn genau das ist seine Aufgabe und dafür wird er bezahlt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegen und verbleibe,

mit freundliche Grüßen,

Rechtsanwalt Keller

P.S. Sofern Sie noch Fragen haben, können Sie auch gerne die für Sie kostenlose Nachfragefunktion nutzen.
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