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Abfindung +Arbeitslos


06.02.2007 09:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Guten Morgen,

ich habe folgendes Problem,
habe im Juli 2006 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und eine Abfindung erhalten.
seit dem 1.8.2006 bis heute bin ich Arbeitslos,bekomme aber kein Arbeitslosengeld(Sperr+Ruhenszeit).

Bruttoarbeitslohn=20.370
Lohnsteuer=3685,49
Soli=202,66

Abfindung=128105,03
Lohnsteuer=46770,00
Soli=2572,35

mein mann

Bruttoverdienst=44420,18
Lohnsteuer=9562,00
Soli=525,91

Bin verh. wir haben beide die Steuerklasse 4
ist es günstiger wenn wir uns getrennt veranlagen lassen?
Wie wirkt sich die Arbeitslosigkeit auf die Steuer aus?
Kann ich mit einer Erstattung rechnen?
Fünftelregelung?
Können sie mir weiterhelfen?

Vielen Dank
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben unter Berücksichtigung des ausgelobten Einsatzes gerne beantworten möchte.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Die Arbeitslosigkeit hat auf die Steuerberechnung keine Auswirkung, da kein Arbeitslosengeld bezogen worden ist, das gem. § 32b EStG dem sog. Progressionsvorbehalt unterliegen würde.

Bei der erhaltenen Abfindung handelt es sich um begünstigte Einkünfte, auf die die Fünftelregelung des § 34 EStG Anwendung findet, sodass es aufgrund der von Ihnen angegebenen Besteuerungsgrundlagen zu einer Steuererstattung kommt.
Ohne Beachtung der Fünftelregelung müssten Sie mit einer Nachzahlung rechnen.

Aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben kommt das Steuerberechnungsprogramm für 2006 zu dem Ergebnis, dass unter Anwendung der Fünftelregelung es bei der getrennten Veranlagung zu einer um ca. 2.500,00 € höheren Erstattung kommt, als wenn Sie die Zusammenveranlagung wählen würden.

Ich empfehle Ihnen daher die getrennte Veranlagung.

Sie können dann mit einer Erstattung von über 8.000,00 € rechnen (das Berechnungsprogramm konnte insoweit nur die Pauschbeträge und Pauschalen berücksichtigen, da die Höhe der tatsächlichen Werbungskosten und Sonderausgaben im Einzelnen nicht bekannt sind).

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.

Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Ich würde Ihnen dann für die Erstellung der ESt-Erklärung 2006 ein Angebot unterbreiten. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Nachfrage vom Fragesteller 06.02.2007 | 12:33

erstmal vielen Dank für die schnelle Beantwortung.
Was kann es denn für Gründe geben das die Fünftelregelung keine Beachtung findet?
Habe ja wie gesagt einen Aufhebungsvertrag unterschrieben.
denke bei mir werden nur die Werbungspauschbeträge berücksichtigt.
Habe 420 Euro selber an die Krankenkasse gezahlt und 414 Euro für die KFZ-Vers.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.02.2007 | 13:03

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Fünftelregelung kommt nur zur Anwendung, wenn das Jahreseinkommen mit den außerordentlichen Einkünften höher ist als das vergleichbare Jahreseinkommen des Vorjahres. Zudem müssen die außerordentlichen Einkünfte zusammengeballt in einem Jahr gezahlt werden (BFH v. 14.06.2001, BStBl 2002 II S. 180). Diese Voraussetzungen scheinen bei Ihnen erfüllt zu sein.

Der Aufhebungsvertrag spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, da es bei der Abfindung seit dem 01.01.2006 keine steuerlichen Freibeträge mehr gibt. Diese wurden nur dann gewährt, wenn das Arbeitsverhältnis auf Veranlassung des Arbeitgebers beendet worden ist.

Mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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