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Abfindung, Inflation, Unterhalt

23.02.2015 18:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Zur Anrechnung einer Abfindung bei der Unterhaltsberechnung

Der geschiedene Vater wird arbeitslos, bekommt eine Abfindung von 100.000 und bezieht Arbeitslosengeld.
10 Jahre verbleiben ihm bis zum Ruhestand, die Kinder sind noch in der Ausbildung und bekommen Unterhalt.
Zur Unterhaltsberechnung wird das Arbeitslosengeld und ein anteiliger Betrag der Abfindung zu Grunde gelegt.

[b]Frage 1: [/b]
Wie wird der Inflation bei der Ermittlung des aus der Abfindung stammenden monatlichen Budgets Rechnung getragen?

Bei der linearen Berechnung, ohne Berücksichtigung der Inflation, ergäbe sich ein Monatsbudget von EUR 833 (100.000 : 10 = 10.000/Jahr : 12 = 833/Monat)

Bei einer inflationsbereinigten Berechnung und einer Inflationsannahme von 3%, ergäbe sich im ersten Jahr ein Monatsbudget von EUR 727 (Jahresbudget 8.723 EUR), was sich über die 10 Jahre auf EUR 948/Monat erhöhen würde (Jahresbudget 11.382 EUR).

[b]Frage 2:[/b] Sofern die Inflation berücksichtigt werden muss, d.h. der Kaufkrafterhalt im Vordergrund stehen sollte, stellt sich die Frage nach der anzusetzenden Inflationshöhe.
Werden 3% in Juristenkreisen zum heutigen Zeitpunkt als realistisch eingestuft? Zu hoch? Zu niedrig?
23.02.2015 | 18:33

Antwort

von


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Tel: 05031/951013
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Üblicherweise wird eine Abfindung nicht bis zum Ruhestand verteilt. Dem Unterhaltsschuldner wird abverlangt, sich eine andere Arbeitsstelle zu suchen, da eine Erwerbsobliegenheit besteht.

Die Aufteilung erfolgt üblicherweise so, dass das Arbeitslosengeld monatlich um einen Betrag aus der Abfindung aufgestockt wird, so dass (vorerst) das vorherige Erwerbseinkommen erreicht wird. Mit diesem "alten Einkommen" wird weiterhin gerechnet.

Dabei wird in Kauf genommen, dass die Abfindung vor dem Ruhestand verbraucht wird, da dem Unterhaltspflichtigen die Aufnahme einer Arbeit auch in Zukunft abverlangt wird.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


ANTWORT VON

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