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Abdichtung des Sockels beim Neubau

08.08.2014 17:51 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Zusammenfassung: Fachgerechte Abdichtung des Erdsockels durch Bitumenabdichtung und mineralische Dichtungsschlämme und die Voraussetzungen einer Nachbesserung durch den ausführenden Handwerker

Guten Tag,

ich habe im Jahr 2012 neu Gebaut. Wir haben eine Firma für ein Schlüsselfertiges Haus beauftragt. Diese gab uns ein Hinweisblatt, dass der Sockel bei den Gartenbauarbeiten noch zusätzlich gegen Erdfeuchte geschützt werden muss.

Im Jahr 2013 haben wir ein Gartenbauunternehmen mit der Gartengestaltung beauftragt. Von dieser wurde eine Noppenbahn, sowie eine Drainage ums Haus gelegt.

Nun habe ich erfahren, dass ein Anstich mit Bitumen oder Dichtschlämmen zur Abdichtung nötig wäre.

Im Angebot des Gartenbauers steht: "Es ist auf eine fachgerechte Ausführung der Putzarbeiten im Bereich der Sockel zu achten. Für evtl. entstehende Wasserschäden kann von uns keine Haftung übernommen werden."

Hätte uns der Gartenbauer hierauf nochmals hinweisen müssen, bzw. den Sockel korrekt abdichten müssen, oder hätte es hierzu einen expliziten Auftrag gebraucht?
Muss der Gartenbauer nachbessern?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie haben völlig Recht: Für die erdberührte Abdichtung werden Kunststoffmodifizierte Bitumenabdichtungen eingesetzt, oberhalb des Erdreichs kommen mineralische Dichtungsschlämme zur Anwendung. Dass dies nicht bereits Teil des Leistungsverzeichnisses bei der Erstellung Ihres Hauses durch den Bauträger war, ist verwunderlich. Aufgrund des Hinweisblattes waren Sie allerdings informiert.

Diese Form der Abdichtung gegen Erdfeuchte war aber offensichtlich nicht Teil des Angebots bzw. der Ausschreibung an den Gartenbauer, so dass Sie von ihm die Erstellung auch nicht in Form der Nachbesserung verlangen können, wenn nicht ein ausdrücklicher Auftrag erteilt worden wäre. Nach Ihrer Darstellung war dies bislang noch nicht der Fall.

Das Verhalten ist nicht ganz überraschend, da die Abdichtungsarbeiten am Erdsockel überaus sorgsam ausgeführt werden müssen und sind recht mangelanfällig.

Sollte der Gartenbauer hingegen einen entsprechenden Auftrag erhalten haben, so ist durch Drainage und Noppenbahn sicher keine fachgerechte Abdichtung vorgenommen worden, und der Gartenbauer muss nachbessern. Der Haftungsausschluss ist natürlich Unsinn. Wenn er diese Arbeiten nicht fachgerecht ausführen kann, sollte er sie auch nicht anbieten und ggfs. ausführen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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