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Abbruch einer 2-wöchigen Ausbildung mit Folgen

15.01.2014 21:06 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Lieber Peter,

Es geht um eine offene Forderung über 500,- Euro plus 75,- Euro (Anwaltsgebühren) die eine Barmixerschule an richtet. In Kürze:
- ich habe mich als Hobby für einen Bartender-Kurs angemeldet. Gesamte Kursgebühr 1350,-EURO.
- 850,- Euro habe ich aus meiner Tasche gezahlt. Die Differenz von 500,- sollte über einen Bildungsgutschein der Arbeitsagentur abgegolten werden. Bildungsgutscheine werden von der Schule anerkannt. .
- Habe vor dem Kurs eine Rechnung über 1350 - 500 Euro = 850, - und gezahlt, Bildungsgutschein 500,- ist der Schule abgeliefert
- leider war der 2 wöchige Kurs - aus meiner Sicht - mangelhat, sodass ich ihn in der 2 Woche begründet abgebrochen habe.

Der Ausbilder hat mich im Anschluss aufgefordert den Abschluß Ausbildung zu bestätigen, da er sonst ja nicht die 500,- Euro bekommt.
Dieser Aufforderung bin ich nicht nachgekommen, da ich ja die Ausbildung abgebrochen habe.
Letzter Stand ist, dass er über einen Anwalt die 500,- Euro + 75,- Gebühren aus meiner Tasche fordert.

Meine Frage an ist einfach: Soll ich zahlen, oder nicht? Mir geht es nicht ums Recht haben oder Streiten, sondern wer bei einem Gerichtsverfahren Recht zugesprochen bekommt.

Was ist ganz konkret zu unternehmen? Ein Antwortschreiben auf das Anwaltsschreiben?


-- Einsatz geändert am 15.01.2014 21:10:31

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wenn der Kurs durch Sie begründet abgebrochen wurde, besteht kein Anspruch des Ausbilders gegen Sie auf Zahlung des offenen Betrages.

Richtiger Ansprechpartner sind Sie, da der Bildungsgutschein auch über Sie läuft.

Wenn es aber einen berechtigten Grund gab, den Kurs abzubrechen und die Ausbildung nicht bis zum Abschluss fortzuführen, kann die Schule allenfalls für die hier geleisteten Tage anteilig Geld verlangen.

Insoweit haben Sie offenbar etwa 2/3 des Kurses absolviert und dann abgebrochen.

Da Sie auch schon etwa 2/3 der Kursgebühr bezahlt haben, kann der Rest zurückgehalten werden.

Maßgeblich ist aber, ob der von Ihnen herangezogene Grund ausreichend und akzeptabel ist.

Ist dem so, dann haben Sie nichts zu befürchten und müssen nichts weiter bezahlen.

Andererseits, wenn Sie bei dem Grund unsicher sind, sollten Sie erwägen, mit der Schule zu verhandeln, um noch einen Teil der Forderung zu erfüllen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

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