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Abbruch der Installationsarbeiten durch Handwerker


05.11.2016 22:27 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Im Rahmen der Sanierung unseres Einfamilienhauses, haben wir nach Einholung und Vergleich von drei Angeboten auf Grundlage eines vorläufigen Angebotes einen mündlichen Vertrag mit einer Installationsfirma geschlossen. Der Auftragsumfang beinhaltete u.a. Frischwasser- und Abwasserinstallation, Fußbodenheizung, Verlegung von Heizungsrohren, Montage von Sanitärobjekten inkl. Heizkörpern.
Nach Beginn der Installationsarbeiten drohten mündlich vereinbarte Termine nicht eingehalten zu werden. In einem Telefonat wurde unsre Unzufriedenheit über den Baufortschritt dem Unternehmer mitgeteilt, woraufhin das Installationsunternehmen den Auftrag telefonisch kündigte und die Baustelle räumte. Leider haben wir es versäumt schriftlich einen Termin zur Fertigstellung zu setzen.
Aufgrund des geringen baulichen Fortschritts und der bereits erfolgten Terminierung von Anschlussarbeiten durch andere Gewerke (z.B. Estrich) wurden unter einem zeitlichen Mehraufwand die Berechnung und Verlegung der Fußbodenheizung sowie die Frisch- und Abwasserinstallation in Eigenleistung ausgeführt. Unsere Versuche kurzfristig Ersatzkräfte für die Installationsarbeiten zu finden waren bis auf eine Dienstleistung einer andren Firma (die Leitungsarbeiten zum Anschluss der Heizkreisläufe an die bestehende Heizungsanlage) erfolglos. Der Preis für Letztere ist nach unserem Empfinden recht hoch ausgefallen.
In der Zwischenzeit wurde uns durch das Unternehmen eine Rechnung zugestellt. Die Einzelpositionen im Angebot enthielten den Zusatzvermerk „nach Aufwand". Die nun abgerechneten Gesamtkosten für Materialien entsprechen ca. den im Angebot ausgewiesenen Gesamtkosten für Materialien, wobei die ausgeführten Arbeiten nur zu ca. 20 Prozent fertiggestellt wurden. Um die Rechnung näher zu prüfen, wurde nach einer Detailaufstellung verlangt. Diese wurde uns zugesandt, ist in sich allerdings widersprüchlich, zudem passen einige Mengenangaben nicht zu den real verbauten Mengen. Der in der Rechnung ausgewiesene Lohnkostenanteil umfasst ca. 30 Prozent des Angebotswertes. Aufgrund der eigenen Erfahrung durch die in weiten Teilen selbst durchgeführten Installationsarbeiten, durch den ungelernten Bauherrn, sind die vom Unternehmen angegebenen Lohnstunden nicht nachvollziehbar.
Inwiefern müssen wir den Rechnungsbetrag begleichen, können wir ihn kürzen und in welcher Höhe können wir Schadensersatzforderungen stellen? Worauf würden letztere basieren (Ausgaben für Miete, Mehrausgaben für Beauftragung anderer Firmen, Pauschalbetrag für erbrachte Eigenleistungen)? Unser Einzugstermin hat sich deutlich nach hinten verschoben (2 Monate), zudem sind etliche Stunden in die Einarbeitung und Planung der Sanitär- und Heizungsarbeiten geflossen, sowie die Ausführung derselben. Aufgrund dieser Arbeiten, mussten andere Gewerke verschoben werden und es wurden Zwischenarbeiten ausgeführt, die einen generellen Baufortschritt ermöglichten aber Doppeltarbeit nach sich zog.
05.11.2016 | 23:01

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Zu Ihren Fragen:

Inwiefern müssen wir den Rechnungsbetrag begleichen, können wir ihn kürzen und in welcher Höhe können wir Schadensersatzforderungen stellen? Worauf würden letztere basieren (Ausgaben für Miete, Mehrausgaben für Beauftragung anderer Firmen, Pauschalbetrag für erbrachte Eigenleistungen)?

Grundsätzlich können Sie die Rechnung nach eigener Auffassung zurechtkürzen, da dem Auftraggeber der Nachweis erbringen muss, dass die Arbeiten erbracht und die Stunden angefallen sind.

Zudem können Sie mit Schadensersatzansprüchen aufrechnen, wenn der Handwerker die Weiterarbeit ablehnte.
Der Schaden liegt in den Mehraufwendungen und möglichen höheren Kosten, als wenn der Vertrag ordnungsgemäß durchgeführt worden wäre, also die Mehrkosten durch andere Unternehmer.

Darüber hinaus die Miete, sofern sich die Bauzeit dadurch verzögerte als auch Ihre Eigenleistung, die Sie mit 10 Euro/Stunde ansetzen können.

Die Aufrechnung sollten Sie schriftlich erklären und Bezig auf die gekürzte Rechnung nehmen sowie den Fehlbetrag einfordern, sofern Sie mehr Kosten hatten als die Rechnung hoch ist.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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