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Abbruch Rehamaßnahme gem G0100 Kostenträger RV Bund


13.06.2017 18:43 |
Preis: 60,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,

ich befinde mich seit dem 08.05.2017 in einer Fachklinik für Suchtkranke wegen einer Rehabilitationsmaßnahme gem. G0100.
Die Dauer der Maßnahme wurde seitens der Rentenversicherung Bund (Kostenträger) auf 26 Wochen festgelegt. Ich würde gerne die Maßnahme zum 26.06.2017 vorzeitig beenden.

Gründe hierfür sind:
Ich leide nach 5 Wochen Rehabilitation unter keinerlei Suchtdruck mehr (seit 3 Wochen), fühle mich mit meiner Abstinenz und daraus gewonnenen Energie wohl und halte mich bezüglich meiner Willenskraft und Selbstüberzeugung für sehr gefestigt.
Ich habe nicht das Gefühl das ich hier noch weitere, für mein abstinentes Leben wichtige Erkenntnisse sammeln kann. Der Bezugs-Therapeut hat mir eine Verkürzung aufgrund der guten Entwicklung auf 12 Wochen angeboten, was aber für mich auch nicht akzeptabel ist.
Das hier gebotene Therapieangebot halte ich nicht für auf meinen Fall abgestimmt, z.B. brauche ich keine Seminare zur beruflichen Reintegration oder ähnliches da ich im Berufsleben stehe. Ich möchte aber damit nicht sagen, dass mir der Aufenthalt zumindest für die ersten Wochen nicht gutgetan hätte.
Ich kann mich zwar im Patientenumfeld arrangieren, was aber aufgrund echt harter (Doppeldiagnosen) und sehr uneinsichtiger Fälle nicht gerade leicht ist.
Ich habe mich zur Sicherung der weiteren Abstinenz für eine ambulante Lösung entschieden die von mir und der PKV getragen wird.
Es handelt sich um eine Therapie mit Hund, leider muss der Hund hier aber praktisch 20h am Tag im Zwinger verbringen was für den Hund und mich untragbar ist.

Frage:
Besteht die Möglichkeit, dass die RV Bund bei eigenmächtiger vorzeitiger Beendigung der Therapiemaßnahme Forderungen zur Kostenübernahme an mich stellt?

Info: Fahrtkosten, Übergangsgeld etc ist keine Thema da ich dies nicht beantragt habe.
Sehr geehrter Ratsuchender,


so positiv sich auch Ihre Einstellung zum bisherigen Erfolg liest, werden Sie bei einem eigenmächtigen Abbruch mit Rückzahlungsforderungen zu rechnen haben.


Wichtig wird dabei die Stellungnahme des Therapeuten sein, der offenbar einen sofortigen Abbruch nicht unterstützt.


Daher sollten Sie unbedingt vorab mit diesem nochmals die Gesamtsituation besprechen, so dass er unter Abwägung aller Umstände der gewünschten Verkürzung zustimmt.

Gleichzeitig sollten Sie die Situation mit dem Träger besprechen.

Machen Sie dabei Ihre Gesamtumstände deutlich.

Machen Sie insbesondere die haltlosen Zustände der Mitbetroffenen und den schlechten Einfluss auf Sie geltend, so dass ein verbleiben den Erfolg sogar gefährden könnte

Denn eine Rückforderung einer erbrachten Leistungen ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, setzt aber ein Verschulden des Versicherten voraus.

Und das kann dann angenommen werden, wenn Sie gegen die Empfehlungen eigenmächtig die Therapie ohne wichtigen Grund abbrechen.


Für so einen wichtigen Grund sind Sie aber beweispflichtig, was dann mit der bisherigen Einschätzung des Therapeuten schwer werden kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle
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