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Abänderung eines notariell beurkundeten Testaments


| 16.03.2005 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Mein Mann und ich haben vor 5 Jahren ein Testament beim Notar gemacht, dieses wollen wir gemeinsam abändern.
Reicht es, ein gemeinsames, handgeschriebenes Testament hier zu Hause zu hinterlegen? Hebt dies dann das notarielle Testament auf? Wer schreibt es, da es handgeschrieben sein muß?
Oder müssen wir wieder einen Notar aufsuchen?
Würde es reichen, das Testament abzuholen und zu vernichten?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst können Sie (nur gemeinsam) mit Ihrem Ehemann gem §§ 2256, 2272 BGB das Testament aus der amtlichen Verwahrung zurücknehmen. Der Notar, bei dem das Testament verwahrt ist, muß Ihnen beiden dann das Testament herausgeben und die Rückgabe in den Akten vermerken. Das Testament gilt dann als widerrufen und Sie können (und sollten) es vernichten.

Sie können aber außerdem auch das erste Testament durch ein weiteres Testament ausdrücklich widerrufen (§ 2254 BGB). Dieses gemeinschaftliche Testament muß den Anforderungen der §§ 2247, 2267 BGB genügen. Diese Vorschriften lauten wie folgt:

§ 2247 Abs. 1-3 BGB:

(1) Der Erblasser kann ein Testament durch eine eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung errichten.

(2) Der Erblasser soll in der Erklärung angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Ort er sie niedergeschrieben hat.

(3) Die Unterschrift soll den Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten. Unterschreibt der Erblasser in anderer Weise und reicht diese Unterzeichnung zur Feststellung der Urheberschaft des Erblassers und der Ernstlichkeit seiner Erklärung aus, so steht eine solche Unterzeichnung der Gültigkeit des Testaments nicht entgegen.

§ 2267 BGB

Zur Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments nach § 2247 genügt es, wenn einer der Ehegatten das Testament in der dort vorgeschriebenen Form errichtet und der andere Ehegatte die gemeinschaftliche Erklärung eigenhändig mitunterzeichnet. Der mitunterzeichnende Ehegatte soll hierbei angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Orte er seine Unterschrift beigefügt hat.


Es reicht also aus, wenn Sie das von Ihrem Ehemann für Sie beide handgeschriebene Testament unterschreiben und die nach den vorgenannten Vorschriften genannten Angaben machen. Wenn Sie das erste Testament nicht aus der Verwahrung nehmen möchten, sollten Sie auf jeden Fall in dem neuen Testament klarstellen, daß Sie das erste Testament ausdrücklich widerrufen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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