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Ab wieviel Jahren zu erwartender Strafvollzug?


28.06.2006 22:44 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Guten Abend.

Ich sitze gerade mit einem Freund zusammen, der heute vom Gericht eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten erhalten hat.

Straftatbestand: Betrug

Jedoch hatte er noch 2 offene Bewährungen für ebenfalls Betrug!

1x 1 Jahr und 1x 7 Monate

Die Frage die sich nun stellt, da er sonst immer im Ausland gelebt hat, ab welchem Strafmass (Habe mal gehört alles was über 1,5 Jahre liegt) wird international ermittelt, bzw. er international gesucht werden, wenn er die Strafe 25 Monate, ggfs Halbstrafe oder 3/4 Strafe nicht antritt?

Trifft es zu mit den 18 Monaten, das alles was darüber liegt international dann weiterverfolgt wird?

Oder fängt dies erst ab 24 Monaten an?

Es ist zwar nicht anständig, diesen Schritt gehen zu wollen.

Nur hat er die Strafe á 1 Jahr und die heute erhaltene Strafe nur angenommen, da er finanziell keine Luft mehr hatte, den Rechtsweg weiterzugehen und steckt nun eben in dem Schlamassel, wo man sich diese Frage stellt.

Bitte um Info und vielen Dank im Vorraus für eine ehrliche Beantwortung dieser Frage!

-- Einsatz geändert am 28.06.2006 22:43:51

-- Einsatz geändert am 28.06.2006 23:02:36
Eingrenzung vom Fragesteller
28.06.2006 | 23:04
Eingrenzung vom Fragesteller
28.06.2006 | 23:04

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die von Ihnen genannten Zahlen können so nicht bestätigt werden.

Nach dem Prinzip der beiderseitigen Strafbarkeit (anzuwenden bei Strafataten, deren Strafmaß nicht bei mindestens drei Jahren beginnt)muss die Tat sowohl im Ausgangsland als auch im Aufenthaltsland strafbar sein, was bei Betrug grundsätzlich der Fall ist.

Dann genügt bereits die Verurteilung von einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr, um einen Haftbefehl zu erlassen, der auch außerhalb der Bundesrepublik vollstreckt und zur Auslieferung führen kann.

Ihr Freund sollte sich daher fragen, was er hier noch unternehmen kann, um seinem Bewährungswiderruf vorzubeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.06.2006 | 23:39

Guten Abend und vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Die problematik fing heute schon an, beim Urteil.

Die Staatsanwaltschaft war im Rechtsgespräch mit der Anwältin meines Freundes schon beinahe bereit die Srafe zur Bewährung auszusetzen!

Kam jedoch dann doch auf zumindest 3 Monate.

Der Richter aber gab ihm 6 Monate!

Nun könnte man Berufung einlegen. Jedoch wie sehen die Chancen dann da aus?

Was meinen Sie?

Er hatte sich fast die ganze Zeit korrekt verhalten. Nur 1 Artikel über Ebay, welchen er noch nicht vor Ort hatte und wo er noch auf die Lieferung wartete, wurde leider nicht geliefert. Er hatte ihn in der Zwischenzeit jedoch weiterverkauft über Ebay!

Danach wurde sein Ebayname suspendiert, Emails gingen verloren, seitens AOL, etc.

So das als er dann nach der Vernehmung bei der Polizei den Namen und Anschrift herausfinden konnte nur vom geschädigten die Antwort erhielt, das dieser einen teilbetrag aus dem Ebay Käuferschutzprogramm zurückerhalten hat etc.

Und noch Schadensersatzforderungen eventuell tätigen würde.

Aber keine Kontonummer etc. so das er es noch hätte abwenden können!

Dies alles hat den richter jedoch leider nicht interessiert. War auch derselbe richter wie bei der letzten Verhandlung 2004.

Es zählte für Ihn nur der Fakt das der Artikel zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht bei meinem Freund war.

Meinen Sie es gibt überhaupt noch einen Funken Hoffnung, wenn man eine Berufung angehen würde?

MfG und VIELEN DANK!

Nachfrage vom Fragesteller 28.06.2006 | 23:39

Guten Abend und vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Die problematik fing heute schon an, beim Urteil.

Die Staatsanwaltschaft war im Rechtsgespräch mit der Anwältin meines Freundes schon beinahe bereit die Srafe zur Bewährung auszusetzen!

Kam jedoch dann doch auf zumindest 3 Monate.

Der Richter aber gab ihm 6 Monate!

Nun könnte man Berufung einlegen. Jedoch wie sehen die Chancen dann da aus?

Was meinen Sie?

Er hatte sich fast die ganze Zeit korrekt verhalten. Nur 1 Artikel über Ebay, welchen er noch nicht vor Ort hatte und wo er noch auf die Lieferung wartete, wurde leider nicht geliefert. Er hatte ihn in der Zwischenzeit jedoch weiterverkauft über Ebay!

Danach wurde sein Ebayname suspendiert, Emails gingen verloren, seitens AOL, etc.

So das als er dann nach der Vernehmung bei der Polizei den Namen und Anschrift herausfinden konnte nur vom geschädigten die Antwort erhielt, das dieser einen teilbetrag aus dem Ebay Käuferschutzprogramm zurückerhalten hat etc.

Und noch Schadensersatzforderungen eventuell tätigen würde.

Aber keine Kontonummer etc. so das er es noch hätte abwenden können!

Dies alles hat den richter jedoch leider nicht interessiert. War auch derselbe richter wie bei der letzten Verhandlung 2004.

Es zählte für Ihn nur der Fakt das der Artikel zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht bei meinem Freund war.

Meinen Sie es gibt überhaupt noch einen Funken Hoffnung, wenn man eine Berufung angehen würde?

MfG und VIELEN DANK!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.06.2006 | 23:53

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihr Freund sollte umgehend Berufung einlegen, damit zumindest die diesbezügliche Frist gewahrt bleibt.

Dann kann ein Anwalt zunächst Akteneinsicht nehmen und die Erfolgsaussichten besser abschätzen (wäre eine Gesamtstrafenbildung möglich ?).

Die Ziet zur Berufungsverhandlung kann Ihr Freund nutzen, um

- zu zeigen,dass er straffrei leben kann

- sich um einen Job und damit eine positie Sozialprognose bemühen

- eventuell auf Kosten seiner Krankenkasse eine Psychotherapie beginnen (klingt hart, zeigt aber durchaus vor Gericht Wirkung) und auch damit seine Sozialprognose verbessern.

Nach den mir hier zur Verfügung stehenden Informationen befindet sich Ihr Freund innerhalb einer Grauzone, in der der Kampf um die Bewährung im Berufungsverfahren wesentlich aussichtsreicher sein dürfte, als eine Flucht ins Ausland.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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