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Ab wann wird der Zugewinn berechnet?

21.10.2008 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mathias Drewelow


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

muss mein Mann mir einen Zugewinn bezahlen, wenn wir vor Überlassung der Immobilie durch die Eltern an meinem Mann Ausbauten vorgenommen haben?

Mein Mann und ich wohnten zu Beginn unserer Ehe kostenlos im Haus seiner Eltern, auf einem separaten Stockwerk.

Wir haben viel renoviert und ausgebaut und dabei unmengen an Geld investiert.

Drei Jahre nach dem wir die Arbeiten abgeschlossen haben, bekam mein Mann das Haus von seinen Eltern übertragen (Er ist alleiniger Eigentümer).

Er meint nun, er müsse Zugewinn im Hinblick auf die Wertsteigerung der Immobilie nur für die Zeit nach der Eigentumsübertragung auf ihn bezahlen. D.h. die Ausbauten und die Renovierung wird nicht berücksichtigt, weil ihm zu diesem Zeitpunkt die Immobilie nicht gehörte. Stimmt das? Die Kredite für die Ausbauten sind mittlerweile alle abbezahlt.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

In der Tat ist es so, dass der Wertzuwachs der Immobilie vor dem Erbfall nicht berücksichtigt werden kann.
Gemäß § 1374 Absatz 2 BGB wird Vermögen, dass ein Ehegatte nach Eintritt eines Güterstandes (also nach Beginn Ihrer Ehe) von Todes wegen erwirbt (also erbt), dem Anfangsvermögen hinzugerechnet. Da ja bei der Gütertrennung nun End – und Anfangsvermögen der Betroffenen gegenübergestellt werden, wird ein Wertzuwachs von Erbsachen (hier Immobilie), der während der Ehe eintrat im Falle der Trennung berücksichtigt. Diese Berücksichtigung beginnt aber tatsächlich erst mit dem Erbfall. An vorher getätigte Wertsteigerungen der Immobilie gibt es leider kein Herankommen.

Es tut mir leid Ihnen keine bessere Antwort geben zu können.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen
Mathias Drewelow
Rechtsanwalt



Am Kabutzenhof 22
18057 Rostock

fon : 0381-25296970
fax : 0381-25296971
mail: drewelow@mv-recht.de
web: www.mv-recht.de



Nachfrage vom Fragesteller 22.10.2008 | 09:10

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

zunächst vielen Dank für die rasche Antwort. Macht es einen Unterschied, dass die Immobilie meinem Mann von den Eltern zu Lebzeiten geschenkt wurde. Es war auch immer klar, dass er die Immobilie übertragen bekommt, sonst hätten wir nicht so viel investiert. Habe ich vielleicht bereicherungsrechtliche Ansprüche.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2008 | 19:17

Sehr geehrte Fragestellerin,

auch wenn Ihrem Mann die Immobilie geschenkt wurde ändert dies an der Rechtslage nichts. Der Gesetzgeber hat genau diesen Fall der Schenkung in der gleichen Weise geregelt, wie den Erbfall.
Bereicherungsansprüche sind ebenfalls nicht gegeben. Für solche Ansprüche ist stets das Fehlen eines rechtlichen Grundes bezüglich der Bereicherung notwendig. Hier ist der rechtliche Grund für das "Behaltendürfen" der Bereicherung aber in der oben genannten Norm zu sehen.

mit freundlichen Grüßen
Mathias Drewelow
Rechtsanwalt

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