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Ab wann und von wem steht mir Schadensersatz zu?

| 25.10.2016 15:29 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung: Wasserschaden Mietwohnung/ richtiger Anspruchsgegner/ Anspruchsvoraussetzung: Mängelanzeige

Wasserschaden beim Vermieter im Heizungskeller, welcher unsere Mietwohnung (Souterrain) erheblich in Mitleidenschaft zog und einen vorrübergehenden Auszug aus der Wohnung mit sich brachte und anhält!
Wann kann man sich wehren?
Steht einem Schadenersatz zu?
Wie lange darf sich die Firma für die Renovierungsarbeiten Zeit nehmen? (bei 2 Zimmer!)
Es kommt hinzu, dass es bei der Versicherung sowie bei der Firma S. erwähnt wurde, dass meine Freundin zu 50% schwergeschädigt ist und wir um eine rasche Behebung des Schadens gebeten haben. Unser Hab und Gut ist nun auf 5 verschiedene Orte verteilt. Wer kommt für die finanzielle Doppelbelastung auf? Wir können nicht von heute auf morgen umziehen da es schwierig ist im nahen Umkreis eine Wohnung mit 2 Hunden zu finden.
Die Gebäudeversicherung des Vermieters übernimmt nur die Wiederherstellung des Wohnzustandes, allerdings nicht unseren persönlichen und wirtschaftlichen Schaden. (Kleiderschrank, Doppelbelastung für Miete etc.)

KW 24 - Schaden bemerkt und gemeldet: 16.06.16 (großer gelber Wasserfleck an Tapete).
KW 25 - Auskunft vom Vermieter: „Im Heizungskeller steht das Wasser mehrere cm."
KW 26 - Nach Rückkehr aus dem Urlaub (24.06. - 29.06.) Schimmelbildung, Auszug aus dem Schlaf-zimmer ins Wohnzimmer. Der erst 1,5 Jahre alte Kleiderschrank im Wert von 1500,- € ist voller Schimmel und wird uns von niemandem ersetzt, obwohl der Schaden nicht von uns oder durch uns verursacht wurde.
KW 31/32 - Gutachten durch die Versicherung (Herr A.).
KW 33 - Anfang der Woche Messung der Raumfeuchtigkeit durch Firma S. (Herr S.):
Schlafzimmer 68 % von 90
Wohnzimmer 58 % von 90
Flur & Bad ca. 39 % von 90
Küche 21 % von 90
KW 34 - an den Werktagen passiert nichts (Es kommt keine Information auch nicht nach mehrmaligem Telefonieren), am Wochenende (27./28.08.16) Auszug aus der Wohnung.
KW 35 - nichts passiert (telefonisch auch keine Auskunft).
KW 36 – 38 - Firma S.: Alter Fußboden aus Schlafzimmer und Wohnzimmer wird entsorgt, es wird teilweise ab tapeziert, vereinzelt werden Fliesen vom Bad- und Flurfußboden (eine angrenzende Fliese wird dabei mit der Flex beschädigt und drin gelassen) für die Trocknungsgeräte entfernt. Die Trocknungsgeräte werden aufgestellt (ungefragt wird man verpflichtet täglich einen Wasserbehälter aus einem Apparat zu leeren – tägliche An- und Abfahrt erforderlich).
KW 39 - man muss hinterher telefonieren damit man in Erfahrung bringen kann wie und wann es weiter geht. Sowie, dass es einen Subunternehmer gibt der die Renovierungsarbeiten ausführt. Arbeiten werden nur teilweise durchgeführt. Für die Restarbeiten, das Entfernen der übrigen Tapete im Wohnzimmer und der Fototapete im Schlafzimmer und der Erneuerung verlangt der Subunternehmer eine Unterschrift der Mieterin, sowie die Bezahlung dieser Arbeiten. (Diese Leistungen werden von der Versicherung getragen und standen wohl nach Aussage der Firma S. auch im Auftrag) Die Fototapete wurde erst Ende KW 39 bestellt, statt in KW 36. Wieder vergeht eine gute Woche.
KW 40 - Fototapete verklebt, restliche Malerarbeiten erledigt und Laminat wird verlegt.
KW 40 (8./9.10.16) - erschreckendes Ergebnis und Mängelaufnahme.
- Fototapete wurde nicht fachgerecht angebracht
(überlappt, nicht nach Muster geklebt, verfranzt abgeschnitten, zu harte Bürste benutzt)
- Sockelleisten sind von einem anderen Hersteller was extrem große Farbnuancen mit sich bringt. Befestigung erfolgte mit Schrauben anstelle von Clips wie Originalzustand.
- Ausgetauschte Fliesen werden nicht Fachgerecht wieder eingebaut!
- Beschädigte Fliese wurde nicht ausgetauscht.
- Das Fachwerk und die Fensterrahmen wurden bei den Malerarbeiten mit Farbe stark verschmutzt, eine Reinigung des Fachwerks ist sehr schwierig, Aussage eines Malers.
- Laminat wurde nicht fachgerecht verlegt, ein Brett ist nicht bündig - hier besteht die Gefahr beim Staubsaugen und Wischen die oberste Schicht vom Dekor zu beschädigen.
Die Anforderung von Trittschalldämmung:
- sollte mindestens 2mm dick sein
- mindestens 14dB haben
- Wärmedämmung mindestens 0.075m2K/W
- Ausgleich punktueller Unebenheiten mindestens 0.5 mm
Da sich der Fußboden auf der Bodenplatte befindet sollte dies beachtet werden!!!
Es wurde eine Trennschicht anstelle eines Trittschalls verlegt. Auch wurde nicht beachtet das Laminatfußböden schwimmend verlegt werden. Das heißt er sollte nicht verschraubt oder verklebt werden. Die Ausführung zeigt eindeutige Punktuelle Verklebung zu Wand/Boden!
KW 41 (10.09.16) - Meldung der Mängel an Firma S. mit der Bitte das diese bis zum 14.10.16 zu beheben sind. Nach erneuten Drängen und anrufen am Dienstag, 11.09.16 kommt ein Terminvorschlag der Firma S. für eine gemeinsame Mängelaufnahme am Donnerstag 13.10.16 um 17.00 (hier ist keine sofortige Lösungsbereitschaft der Firma S. zu erkennen).
15.10.16 Beim ersten Säubern des Laminatfußbodens (1x Fegen und 1x feucht Wischen) wurden weitere Mängel in der oberen Beschichtung gefunden."
KW 42 – Erneute Mängel vom 15.10.2016 werden telefonisch gemeldet, diese werden nicht anerkannt. Es soll sich nur um die Mängel der Mängelaufnahme vom 13.10.2016 gekümmert werden.
KW 43 – Weitere Reklamation, Montagmorgen gemeldet.(Herr S. & Herr A.)
a) Die Fototapete wurde erneut nicht Fachmännisch verarbeitet.
b) Laminatbrett zur Terrassentür bewegt sich um ca.10mm – trotz Reklamation am Morgen wurde dort das Silikon gezogen.
Dienstagvormittag Bilder an Versicherung sowie Firma S. gesendet. In der Mail haben wir mittlerweile nicht mehr um Schadensbehebung gebeten sondern diese verlangt!

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Sehr geehrter Mandant,
die von Ihnen gestellten Fragen möchte ich aufgrund der mir mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:
Ihnen dürfte aufgrund des Wasserschadens im Heizungskeller Ihres Vermieters ein Schadensersatzanspruch gegen Ihren Vermieter zustehen. Ein solcher ergibt sich zum einen aus dem zwischen Ihnen und ihrem Vermieter abgeschlossenen Mietvertrag; zum anderen -sofern ihr Vermieter Eigentümer der von Ihnen bewohnten Immobilie ist und davon gehe ich nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung aus- aus der gesetzlichen Haftung des Grundstücksbesitzers.
Bezüglich des Auszuges aus ihrer Wohnung und der Anmietung von vorübergehenden Lagerraum verhält sich die Rechtslage wie folgt: Da die Wohnung nach Ihrer Schilderung nicht mehr bewohnbar war/ist, können Sie von Ihrem Vermieter gezahlte Miete zurückverlangen. Zudem können Sie die durch die Anmietung einer vorübergehenden Bleibe entstandenen Mehrkosten ersetzt verlangen. Ein Schadensersatzanspruch besteht im Übrigen auch für die durch die Anmietung von Lagerraum entstandenen Kosten.
Bezüglich des Kleiderschrankes ist Ihnen Ihr Vermieter ebenfalls ersatzpflichtig. Dies gilt unabhängig davon, ob sich die Gebäudeversicherung weigert zu zahlen oder nicht. Schließlich ist nicht die Gebäudeversicherung Ihr Vertragspartner, sondern Ihr Vermieter. Allerdings stehen Ihnen wahrscheinlich nicht die vollen 1.500,00€ zu, da lediglich der unmittelbare Wert des Schranks vor dem Wasserschaden und damit lediglich der Wert eines gebrauchten Schranks ersatzfähig ist. Dieser dürfte jedenfalls geringfügig vom Neupreis abweichen.
Bezüglich der durch Telefonate verstrichenen Zeit steht Ihnen nicht ohne weiteres ein Ersatzanspruch zu. Falls Sie einen solchen geltend machen wollen, müssten sie genau darlegen welcher Gewinn Ihnen in dieser Zeit entgangen ist bzw. welche Kosten Ihnen dadurch entstanden sind. Dies dürfte kaum möglich sein. Da eine Anzeige der Schäden Ihrerseits bereits erfolgt ist, dürfte Ihnen ein Anspruch für die genannten Positionen sofort zustehen.
Hinsichtlich der nicht fachgerechten Ausführung der Behebung des Wasserschadens ist ebenfalls Ihr Vermieter in der Pflicht. Die mit der Reperatur befassten Firmen sind lediglich als dessen Hilfspersonen tätig und stehen nicht mit Ihnen in einer vertraglichen Beziehung. Bevor Sie hier Ersatzansprüche geltend machen, ist zunächst erforderlich, dass sie Ihrem Vermieter die unfachmännischen Reperaturen als Mängel anzeigen und Ihm eine angemessene Frist zur Nacherfüllung setzen.
Ich hoffe, Ihre Fragen umfassend und verständlich beantwortet zu haben, sollten Sie dennoch etwas nachfragen wollen, nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion.
Freundliche Grüße,
Rechtsanwalt Becker

Nachfrage vom Fragesteller 28.10.2016 | 07:36

Sehr geehrter Herr Becker,
Vielen Dank erstmal für Ihre sehr schnelle Antwort. Was für mich nicht ersichtlich ist, ob es eine Regelung für die Dauer der Renovierungsarbeiten gibt. Kann bzw darf sich eine Firma so viel Zeit nehmen wie sie will? Ist man den Firmen diesbezüglich komplett ausgeliefert? Sind wir mal ehrlich, die 2 Zimmer sollten innerhalb einer Woche fertig sein und bei 5 Wochen, da läuft doch etwas verkehrt im Management der Baustellen. Kann man die Firma in keinerlei Hinsicht belangen? Genauso wenig für die Dreistigkeit das man ungefragt von den verpflichtet wird zu arbeiten? Wenn man für jemanden arbeitet sollte einem auch eine Bezahlung zustehen für geleistete Dienste selbst wenn es nur ein Minijob ist, oder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.10.2016 | 08:33

Sehr geehrter Mandant,
Ich kann Ihren Unmut über die Lage verstehen. Es ist allerdings leider so, dass Sie als Mieter sich lediglich an Ihren Vermieter halten können, da Sie lediglich mit Ihrem Vermieter in einer vertraglichen Leistungsbeziehung stehen. Wir Juristen sprechen hier von dem Vorang der vertraglichen Leistungsbeziehungen. Die ausführenden Unternehmen werden bei der Schadensbehebung lediglich als sog. Erfüllingsgehilfen Ihres Vermieters tätig. Formal juristisch ist es so, dass der Vermieter sich dieser Unternehmen bedient, um seiner mietvertraglichen Pflicht, Ihnen einen benutzbaren und mangelfreien Wohnraum zur Verfügng zu stellen, nachzukommen.
Wie viel Zeit sich das ausführende Unternehmen mit der Behebung des Wasserschadens lassen darf, hängt in erster Linie davon ab, was Ihr Vermieter mit dem Unternehmen vereinbart hat. Hat er diesbezüglich keine Vereinbarung getroffen, darf sich das Unternehmen so viel Zeit lassen, wie die Behebung eines Wasserschadens üblicherweise dauert. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass 5 Wochen hier in der Regel als angemessen erachtet werden.
Eine Verpflichtung Ihrerseits die Unternehmen durch Mithilfe zu unterstützen ergibt sich zum einen aus der gegenüber dem Vermieter bestehenden Schadensminderungspflicht ; zum anderen aus Ihrer vertraglichen Pflicht die Interessen und Rechtsgüter Ihres Vermieters zu schützen. Insoweit verspricht die Geltendmachung eines Aufwendungsersatzes auch keine Aussicht auf Erfolg. Voraussetzung eines solchen Anspruchs ist nämlich, dass Sie ohne speziell dafür beauftragt zu sein, ein fremdes Geschäft ausführen. Die Ausführung eines fremden Geschäfts ist leider in Ihrem Fall zu verneinen, da Sie sowohl Ihrer Schadensminderungspflicht als auch der Pflicht nachkommen, auf die Interessen und Rechtsgüter des Vermieters Rücksicht zu nehmen.
Die Geltendmachung der aufgewendeten Zeit aus schadensrechtlichen Gründen verspricht ebenfalls keine Aussicht auf Erfolg. Im Falle eines Prozesses, zu dem es naturgemäß kommen wird, sind Sie für das Vorliegen eines Schadens darlegungs- und beweisbelastet. Konkret bedeutet das, dass sie detailliert darlegen und beweisen müssten, welchen Gewinn Sie in der aufgewendeten Zeit hätten anderweitig erwirtschaften können. Da der Gewinn hier rein wirtschaftlich zu betrachten ist und grundätzlich zahlenmäßig zu beziffern ist, dürfte Ihnen dies leider kaum möglich sein.
Ich wünschte, ich könnte Ihnen ein erfreulicheres Ergebnis mitteilen, aber leider entspricht dies dem geltenden Recht.
Freundliche Grüße,
Rechtsanwalt Becker


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Bewertung des Fragestellers 28.10.2016 | 08:55

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Mit freundlichen Grüßen,
Ann-Kristin Becker
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