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Ab 01.06 möchte Tochter 2(13 Jahre) beim Vater leben, dann bin natürlich ich für sie unterhaltspflic

21. März 2008 16:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:42

Guten Tag,
zunächst folgende Fakten:
Scheidung nach 17-jähriger Ehe in 2006, mir wurde für die bei mir lebenden Töchter Kindesunterhalt nach Tabelle und für mich nachehelicher Unterhalt in Höhe von 140,-- mtl. zugesprochen.Habe seit unserer Eheschließung immer Teilzeit mit 50% gearbeitet, seit 2005 arbeite ich 75% und kann beim derzeitigen AG auch nicht auf VZ aufstocken.
Tochter 1 ist inzwischen volljährig mit eigenem Hausstand und bekommt von uns gequotelt Unterhalt (35% ich, 65% KV).
Tochter 2 lebte bei mit und ich bekam vom Ex Kindes- und nachehelichen Unterhalt.
Ab 01.06 möchte Tochter 2(13 Jahre) beim Vater leben, dann bin natürlich ich für sie unterhaltspflichtig, mein Ex meint aber nun, dass er ab dann auch keinen nachehelichen Unterhalt mehr zahlen muss, da ich nach neuem Recht für mich selbst sorgen muss und er werde die Zahlung an mich einstellen.
Liegt er mit seiner Meinung richtig,kann er die Zahlung einfach einstellen?

21. März 2008 | 17:26

Antwort

von


(204)
Kopenhagener Str. 23
10437 Berlin
Tel: +49(0)30-74394955
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn der Unterhalt im Scheidungsurteil tituliert wurde, dann müsste Ihr Ex-Mann zunächst den Titel abändern lassen.

Zunächst ist die Frage zu klären, warum Ihnen nachehelicher Unterhalt zugesprochen wurde.

Beruhte dies auf dem Unterhaltstatbestand der Kinderbetreuung zur damaligen Gesetzeslage, so fällt dieser Tatbestand natürlich weg, wenn die Tochter zu Ihrem Vater zieht.

Zu berücksichtigen ist ebenso, dass Ihnen nach der Unterhaltsreform, die am 01.01.2008 in Kraft getreten ist, bei einer Entscheidung über nachehelichen Unterhalt kein Unterhalt wegen Kindesbetreuung zugesprochen worden wäre. Ein Unterhaltsanspruch wegen Kindesbetreuung besteht grundsätzlich nur noch bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Unabhängig davon bei welchem Elternteil das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, könnte Ihr geschiedener Mann schon allein aufgrund der Unterhaltsreform die Abänderung des Titels betreiben.

Sollte der Unterhalt jedoch ehebedingte Nachteile ausgleichen, die Sie erlitten haben, dadurch dass Sie Ihrer Karriere aufgrund der Kinderbetreuung vernachlässigten, oder Aufstockungsunterhalt zu den eigenen Einkünften aus Erwerbstätigkeit sein, so bleibt der Anspruch unabhängig von der Kinderbetreuung bestehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst behilflich sein. Gerne können Sie noch eine Nachfrage stellen.

Sabine Reeder
Rechtsanwältin


Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.


Rechtsanwältin Sabine Reeder
Fachanwältin für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 21. März 2008 | 17:46

Im Scheidungsurteil heißt es "nachehelicher Unterhalt" also kein Betreuungs-oder Aufstockungsunterhalt. Dieser wurde aus der Differenz unserer Einkommen errechnet bzw. haben wir uns auf diesen betrag geeinigt. Dann würde mein Anspruch wohl weiterhin bestehen beliben?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24. März 2008 | 16:42

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Der Begriff "nachehelicher Unterhalt" sagt nichts darüber aus, warum Ihnen dieser Unterhalt zugesprochen wurde. Dies müsste in den Entscheidungsgründen näher erläutert sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihnen der Unterhalt für die Kindesbetreuung zugesprochen wurde, so dass Ihre geschiedener Mann dann einen Abänderungsanspruch haben wird, wenn das Kind nicht mehr von Ihnen betreut wird.

ANTWORT VON

(204)

Kopenhagener Str. 23
10437 Berlin
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RECHTSGEBIETE
Ausländerrecht, Internationales Familienrecht, Fachanwalt Familienrecht, Erbrecht
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