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AVAD-Eintrag aufgrund fahrlässiger Fehlberatung möglich?

30.08.2018 10:40 |
Preis: 58,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Der AVA soll ungeeignete Vermittler u. Versicherungsvertriebler registrieren. Zu diesem Zweck geben die Versicherer Tätigkeitsmeldungen und Mitteilung über schwere Verfehlungen an das der Schufa vergleichbare Register weiter. Der Betroffene kann widersprechen und es muss sich um Bewiesenes handeln

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte eine allgemeine Frage zu den Eintragungsmöglichkeiten eines Versicherungsunternehmens über dessen ausscheidenden Vermittler bei der AVAD.
Nach meinem aktuellen Kenntnisstand werden bei der AVAD grundsätzlich personenbezogene Vermittler-Daten erfasst, sowie der Tätigkeitsbeginn und Tätigkeitsende beim jeweiligen Versicherungsunternehmen.
Zusätzlich können Negativeintragungen gemacht werden falls zum Beispiel nachweislich Probleme bei Provisionen, Storni oder Straftaten des Vermittlers vorliegen.

Meine Frage wäre nun, können auch (leicht- oder grob) fahrlässig herbeigeführte Beratungsfehler seitens meiner Person als Ausschließlichkeitsvermittler, die letztendlich einen Schadenersatzanspruch ggü. dem klagenden Versicherungsnehmer rechtfertigen, vom Versicherungsunternehmen als Negativmerkmal in die AVAD eingetragen werden? Oder dürfen im AVAD-Verzeichnis tatsächlich nur schwerwiegende Fälle, wie zb. eine nachweisliche Straftat eines Vermittlers, vermerkt werden?

Ich bedanke mich im Vorraus für eine informative Rückmeldung.

30.08.2018 | 12:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach der mir bekannten Eintragungspraxis werden definitiv und grundsätzlich nur schwerwiegende Vorgänge eingetragen, dabei handelt es sich um die von Ihnen genannten (nachweislichen) Straftaten oder vorsätzlichen Schädigungen/ Veruntreuungen etc.

Mittelbar können etwa bei fristlosen Kündigungen (welche in Betracht kommen bei dem Angabenfeld für den Grund des Ausscheidens, etwa fristlose Kündigung, siehe das AVAD-Formular) auch andere Vertragsverletzungen aufgenommen werden. Da diese aber für eine entsprechende Verfehlung erheblich sein müssen, wird nicht bereits ein einfacher Pflichtenverstoß eingetragen. In jedem Fall besteht für den Vermittler bei Unklarheit letztendlich Schutz, da entsprechende Eintragungen unstreitig oder nachgewiesen sein müssen und ferner er eine Mitteilung erhält und widersprechen kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 30.08.2018 | 12:56

Sehr geehrter Herr Hellmann,

besten Dank für Ihre Ausführungen.

Noch eine kurze Verständnisfrage hierzu:
Sollte demnach in meinem Fall ein leicht fahrlässiger oder grob fahrlässiger Beratungsfehler gerichtlich festgestellt werden,
so wäre dies nach Ihrer Ausführung als einfacher Pflichtenverstoß zu verstehen, der demnach nicht zu einem gerechtfertigten
AVAD-Eintrag führen dürfte? Somit wäre erst ein mir nachweislicher, vorsätzlicher Tatbestand als AVAD-Eintrag zulässig?

Es wäre nett wenn Sie mir dies kurz nochmals bestätigen könnten nur um sicher zu gehen Sie richtig verstanden zu haben.

Besten Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2018 | 12:59

Danke für Ihre Nachfrage,

dieser Verstoß wäre aus meiner Sicht grundsätzlich unbeachtlich. Nur bei einer außerordentlichen Kündigung (denn da gibt es ein Feld dafür) könnte (wiederum wenn überhaupt nur bei gewisser Härte/ im Zweifel grober Fahrlässigkeit) es auftauchen. Sonst geht es um Vorsatz / Untreue etc.

mfg

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