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AU-Kündigung

05.12.2007 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich hatte einen Arbeitsunfall und bin krankgeschrieben.
Jetzt erhielt ich die Kündigung fristgerecht in der Probezeit.
Wer zahlt das Krankengeld, wenn ich über den Bestand des Arbeitsverhältnisses hinaus krank bin.
Muss der AG zahlen, weil AU?

MfG

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Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Bis zum Ende des Arbeitsvertrages besteht die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers für insgesamt sechs Wochen. Nach Ablauf der sechs Wochen wird das Krankengeld durch die Krankenkasse gezahlt. Da die Kündigung bereits ausgesprochen wurde, sollten Sie unbedingt bei der Agentur für Arbeit vorsprechen und sich Arbeitslos melden. Hier gilt dann das Gleiche wie bei Ihrem Arbeitgeber. Entweder Lohnfortzahlung durch die Agentur für Arbeit oder Krankengeld durch die Krankenkasse, wobei die Beiträge an die Krankenkasse durch die Agentur für Arbeit zu entrichten sind.

Die Krankenkasse darf Ihnen, wenn Sie während einer langen Krankheit entlassen worden sind, nicht das Krankengeld streichen, so das Bundessozialgericht in Kassel.

Wichtig ist, daß Sie frühzeitig, also unmittelbar nach der Kündigung, die für Sie zuständige Agentur für Arbeit informieren.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Ergänzung vom Anwalt 06.12.2007 | 22:16

Da es sich um einen Arbeitsunfall handelt, wären hier auch Leistungen aus der Unfallversicherung bzw. Berufsgenossenschaft des Arbeitsgebers zu denken, die über die Dauer des Arbeitsverhältnisses hinausgehen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

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