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AU, Krankentagegeldbezug und Folgen während eines nicht angemeldeten Auslandsurlaubs

| 16.06.2012 15:25 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


Verliere ich den ambulanten/stationären Versicherungsschutz (PKV-versichert, aber anderer ambul./stat.-Tarif als KTG-Tarif)), wenn ich als AU-gemeldeter und Krankentagegeldbezieher ohne Wissen meiner Krankenversicherung einen Auslandsurlaub mache und dort einen Versicherungsfall habe, d.h. die Nichtanmeldung/nicht erfolgte Genehmigung darüber rauskommt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich gilt bei einem Auslandaufenthalt § 16 Abs. 4 SGB V: „Der Anspruch auf Krankengeld ruht nicht, solange sich Versicherte nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit mit Zustimmung der Krankenkasse im Ausland aufhalten."
Sie haben also Recht, dass die Krankenkasse eigentlich ihre Zustimmung erteieln muss bzw. diese auch verweigern kann. Grundsätzlich ist auch ein Bezug von Krankengeld im Ausland möglich. Dieses muss aber genehmigt werden, was häufig nicht der Fall ist.
Wenn Sie einen Auslandsaufenthalt nicht melden und Sie befinden sich im Krankengeldbezug, hat dies in der Regel nicht zur Folge, dass Sie den Versicherungsschutz verlieren. In Deutschland gibt es die Versicherungspflicht und Sie MÜSSEN krankenversichert sein. Sie werden Ihren Versicherungsschutz behalten, aber möglicherweise wird man Sie dazu auffordern, das Krankengeld für den entsprechenden Zeitraum zurückzuzahlen.

Konsequenzen Ihrer „Pflichtverletzung" könnten auch Schadenersatzansprüche sein, wobei ich jetzt nicht wüsste, wofür. Dies ist aber in den AGB der Krankenkasse geregelt. Aufgrund der Versicherungspflicht können Sie den Vertrag mit der Krankenkasse keinem allgemeinen Versicherungsvertrag gleichsetzen. Aus einem Haftpflichtvertrag etc. könnten Sie ausgeschlossen werden, wenn Sie eine grobe Pflichtverletzung begangen haben, aus der Krankenkasse nicht (mehr). Natürlich könnte Ihre Krankenkasse den Vertrag kündigen, muss Sie aber, wenn Sie keine andere Kasse finden bzw. keinen andere Kasse möchten weiter versichern, jedenfalls zum sog. Basistarif.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2012 | 17:18

Vielen Dank für die prompte Antwort!

Ganz konkret:
Ich weiß, dass meine private KV den Aufenthalt ablehnen wird, da meine letzte Urlaubsgenehmigungsanfrage trotz ärztlicher Befürwortung abgelehnt wurde.
Es geht mir aber nicht um die Rückserstattung des KT-Geldes im Krankheitsfall im Ausland , sondern um die Leistungserstattung im eintretenden Krankheitsfall im Urlaub.
Ich habe verstanden, dass meine private KV auf jeden Fall in der vertraglich vereinbarten Leistungspflicht für ambulante/stationäre Behandlung ist, auch wenn ich diesen Urlaub gemäß der Bedingungen meines KT-Tarifs nicht zur Genehmigung beantragt habe.
Ich will den worst case der Leistungserstattung-Verweigerung bei einer ernsthaften Erkrankung im Ausland ausschließen.

Beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2012 | 17:30

Sehr geehrter Ratsuchender,

das könnte in der Tat schwierig sein bzw. werden.
In welcher Form Ihre Krankenkasse im Ausland leistet, kann ich nicht beurteilen, in der Regel stellt dies aber eine Sonderleistung dar, die von den gesetzlichen KK nicht gewährt werden. Die Leistungen der PKV können von Kasse zu Kasse unterschiedlich sein. Außerdem kann die Private Krankenkassen in Ihren AGB entsprechende Ausschlüsse haben, die auf Ihren Fall zutreffen könnten.
Ich würde hierauf die AGB noch einmal prüfen, grundsätzlich muss die Kasse zwar leisten, aber es kann Auscchlüsse geben.
Ich kann IHnen anbieten, bei einem entsprechendne AUftrag über die Plattform die Rechtlage zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Domke
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 18.06.2012 | 10:35

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Stellungnahme vom Anwalt:
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