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ANzeige wegen Körperverletzung, Strafantrag zurückgezogen

11.07.2011 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Person A zeigt Person B wegen leichter Körperverletzung an und stellt Strafantrag. Nun möchte Person A den Strafantrag zurückziehen. Muss Person A das schriftlich machen oder kann sie direkt zur Polizei gehen. Wie hoch ist die wahrscheinlichkeit das der Staatsanwalt trotzdem ermittelt?

Vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

die vorsätzliche Körperverletzung nach § 223 StGB wird nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält; § 230 StGB.

D.h. wenn der Verletzte den Strafantrag zurücknimmt und die Staatsanwaltschaft kein öffentliches Interesse feststellt, wird es keine strafrechtliche Verfolgung geben. Stellt die Staatsanwaltschaft jedoch ein öffentliches Interesse fest, werden weitere Ermittlungen durchgeführt.

Eine Wahrscheinlichkeit kann dafür nicht angegeben werden, da es dabei auf die konkreten Umstände des Einzelfalls ankommt.

Die Rücknahme des Strafantrags muss schriftlich erfolgen; § 158 StPO

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Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2011 | 13:49

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Mich würde nur noch interessiern was mit öffentlichen Interesse gemeint ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2011 | 20:35

Sehr geehrte Fragestellerin,

ein öffentliches Interesse wird in der Regel vorliegen, wenn der Rechtsfrieden über den Lebenskreis des Verletzten hinaus gestört und die Strafverfolgung ein gegenwärtiges Anliegen der Allgemeinheit ist, z. B. wegen des Ausmaßes der Rechtsverletzung, wegen der Roheit oder Gefährlichkeit der Tat, der niedrigen Beweggründe des Täters oder der Stellung des Verletzten im öffentlichen Leben. Ist der Rechtsfrieden über den Lebenskreis des Verletzten hinaus nicht gestört worden, so kann ein öffentliches Interesse auch dann vorliegen, wenn dem Verletzten wegen seiner persönlichen Beziehung zum Täter nicht zugemutet werden kann, die Privatklage zu erheben, und die Strafverfolgung ein gegenwärtiges Anliegen der Allgemeinheit ist; Nr. 86 RiStBV.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

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