Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

AN zeigt weitere AU nicht beim AG an.Ist Abmahnung im KG-Bezug möglich?

05.05.2013 20:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung: Der Arbeitnehmer ist verpflichtet seine Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen. Bei längerer Krankheit als 3 Kalendertage ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen.
Dies gilt auch wenn die Entgeltfortzahlungspflicht des Arbeigebers nicht, oder nicht mehr besteht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben bei uns einen Arbeitnehmer, der sich schon des Öfteren hat Krank schreiben lassen, gerne an Brückentagen oder kurz vor dem Wochenende. Wir haben für viele Fälle viel Verständnis gehabt und helfen unseren Arbeitnehmern auch gerne bei privaten Problemen, indem wir Sie oft für private Zwecke Freistellen oder das Gehalt anteilig vorher auszahlen, wenn Geldnöte bestehen und und und. Aber unser Vertrauen hat natürlich auch Grenzen und wurde von diesem Arbeitnehmer oft durch seine Öfteren Abwesenheit und Arbeitsverweigerung und sogar, der Verweigerung ans Telefon zu gehen, missbraucht.

Dieser Arbeitgeber fehlt nun seit Ende letzten Jahres und bezieht mittlerweile Krankengeld. Nun ist die letzte Krankschreibung nur bis zum 19.04. gewesen und der Arbeitnehmer hat sich bis jetzt bei uns nicht mit einer neuen Krankschreibung gemeldet, lediglich vor 2 Tagen haben wir eine E-Mail bekommen, dass er uns keine Krankschreibung schicken braucht, weil er ja schließlich Krankengeld bezieht, die Krankenkasse müsste uns schon die Arbeitsunfähigkeit mitteilen und es noch mit der Krankheit etwas dauern könnte.

Bevor wir dem Arbeitnehmer jetzt eine Abmahnung rausschicken, wegen 1. nicht vorgelegter und nicht angezeigter Krankheit bzw. Abwesenheit nach dem 19.04. und dem Arbeitnehmer eine Frist setzen, wollten wir uns vergewissern, dass das was der Arbeitnehmer uns mitteilt nicht stimmt. Den schließlich ist er ja per Gesetzt und nach dem Arbeitsvertrag dazu verpflichtet:

"Arbeitsverhinderung

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsverhinderung und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Bei Arbeitsunfähigkeit infolge Erkrankung hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber spätestens am dritten Krankheitstag – wenn dies kein Arbeitstag ist, spätestens am darauffolgenden Arbeitstag - eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit, sowie deren voraussichtliche Dauer vorzulegen."

Könnten Sie uns bitte hierbei helfen?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Ein verzweifelter Arbeitgeber

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Ihr Arbeitnehmer ist nicht im Recht. Es besteht gesetzlich eine Pflicht des AN die Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer anzuzeigen und eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Dies gilt auch nach Ablauf der sechswöchigen Entgeltfortzahlungspflicht aus § 3 EntgFG (LAG Sachsen-Anhalt Urteil vom 24.04.1996 Az.: 3 Sa 449/95 ). Der AG soll in die Lage versetzt werden die erforderlichen betrieblichen Maßnahmen zu treffen um auf die Arbeitsunfähigkeit zu reagieren. Daher ist die voraussichtliche Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit vom AN durch Attest nachzuweisen.

Bei Ihnen folgt die Verpflichtung des AN auch aus dem Arbeitsvertrag.

Der AN ist nicht berechtigt die Verantwortung auf die Krankenkasse zu schieben, die Tatsache das Krankengeld bezogen wird, hat nichts mit der Verpflichtung des AN zu tun beim AG eine ordnungsgemäße Anzeige zu machen.

Die email Ihres Mitarbeiters ist insoweit unzureichend.


Sie sind berechtigt eine Abmahnung auszusprechen.

Die Abmahnung sollten Sie auf die Verletzung der Anzeigepflicht stützen und darauf das keine ärztliche Bescheinigung vorliegt. Von einem unerlaubten Fehlen gehe ich nicht aus, da der AN ja mitgeteilt hat, dass die Krankheit andauert. Der AN fehlt nicht unerlaubt, auch wenn er seiner Anzeigepflicht nicht genügt, da er ja, zumindest in der Regel, wirklich noch krank ist. Sie können also wegen Verletzung der Anzeige und wegen des Fehlens der ärztlichen Bescheinigung abmahnen.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 78757 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort erfolgte noch am selben Tag und hat mir sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Beratung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Beantwortung - auch der Rückfrage. Perfekt. ...
FRAGESTELLER