Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

AN erscheint nicht zur Arbeit. Kündigung? Strafe?

20.04.2010 00:25 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall soll hier geklärt werden.

Kurz zum Hintergrund:
- Transportunternehmen mit weniger als 10 Arbeitnehmern.
- Arbeitnehmer AN erscheint am 1. April und an den folgenden Tagen nicht zur Arbeit.
- Krankmeldung bzw. (fristgerechte) Kündigung bleibt aus.
- Für den Unternehmer U (Fragesteller) kommt der Ausfall plötzlich und ohne Vorankündigung. Ein Ersatzfahrer kann nicht rechtzeitig gefunden werden. U verliert daraufhin nicht nur die feste schon seit Jahren laufende Tour und somit Umsatz, sondern bleibt auch - zumindest vorübergehend - auf den Kosten für das stehende Fahrzeug sitzen.
- Mitte April erhält U per Post die "Kündigung" des AN mit dem einzigen Satz: "Sehr geehrter Herr ..., hiermit kündige ich fristgerecht das bestehende Arbeitsverhältnis zwischen Ihnen und mir." Datum im Brief: 15. März. Eingang bei U: 15. April (Poststempel).
- Für U ist die "Kündigung" des AN nicht akzeptabel. Zumal sie nicht richtig datiert ist, nicht fristgerecht eingeht und der AN ohne Vorankündigung nicht zur Arbeit erschein.
- U möchte den AN nun kündigen und Schadensersatz (SchE) verlangen.

Fragen:
1. Ist in diesem Fall eine fristlose Kündigung mit Wirkung vom 1. April möglich?
2. Wenn nicht, welche Kündigung ist stattdessen möglich/angebracht/zu empfehlen?
3. Welche Möglichkeit besteht hinsichtlich einer angemessenen finanziellen Entschädigung des U durch den AN? Wie hoch kann sie ausfallen? 1-facher/2-facher/3-facher Bruttolohn (oder Ähnliches)?
4. Wie soll der Brief an den AN ungefähr aufgebaut sein? Am besten Kündigung und Schadensersatz-Forderung in einem? Zu welchem Datum? Wie soll der Absatz zum SchE ungefähr aussehen (falls zu viel Aufwand, gerne einige Stichwörter zu Frage 4).

Mit freundlichen Grüßen
Unternehmer

Sehr geehrter Fragensteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage die ich Ihnen gerne wie folgt beantworte:

Da bereits Ihr Arbeitnehmer gekündigt hat, wäre eine erneute Kündigung rechtlich gar nicht möglich, da das Arbeitsverhältnis insoweit bereits beendet ist, vorausgestezt die Kündigung des AN ist wirksam (was Sie ggf. anhand des Arbeitsvertrages anwaltlich überprüfen lassen können)

Hinsichtlich der Schadensersatzforderungen ist zunächst festzuhalten, dass der AN einen Schaden zu vertreten haben muss um schadensersatzpflichtig zu sein.

Ohne Zweifel ist das unentschuldigte Fernbleiben von der Arbeit eine vertragliche Pflichtverletzung, die deshalb auch zu Schadensersatzforerungen führt. Soweit dies zudem vorsätzlich geschehen ist, gibt es auch keine Haftungsbeschränkungen, sodass den AN die voll Schadenshöhe trifft.

Nachdem der AN aber augenscheinlich und Ihren Angaben zu Folge am 15.03.2010 (zum 01.04.2010?) gekündigt hat, Ihnen das Schreiben aber erst am 15.04.2010 zugegangen ist, stellt sich die Frage, wer dieses Zugangsproblem der Kündigung letztlich zu vertreten hat.

Dies ist vorliegend der AN, da er das Risiko für die Übermittlung seiner Kündigungserklärung bis zum Zugang trägt.

Die Höhe des Schadensersatzes richtet sich nach dem tatsächlich entstandenen Schaden, der auch auf Grund des Fehlverhaltens des AN eingetreten sein muss.

Um ein Anspruchsschreiben an den AN zu formulieren, würde sich in einem solchen Fall ein anwaltliches Schreiben besser eignen, da dann auch vorab geprüft werden könnte, wie hoch ein etwaiger Schaden rechtmäßig zu beziffern wäre. Hierbei könnte zugleich auch inzident geprüft werden, ob die Kündigung durch den AN wirksam war, was nur anhand des Arbeitsvertrges möglich ist.

Zusammenfassend gesprochen, stehen dem AG also Schadensersatzansprüche dem Grunde nach zu, soweit der AN den aufgrund seiner Arbeitsverweigerung entstandenen Schaden zu vertreten hat. Dies ist grundsätzlich im Rahmen der hier verspätet zugegangenen Kündigung der Fall, da er für die ordnungsgemäße Übermittlung einer Kündigung haftet.

Abschließend hoffe ich Ihnen weitergeholfen zu haben und stehe jederzeit und ausgesprochen gern für kostenlose rückfragn zur Verfügung. Auch vertrete ich Sie gerne bei der außergeichtlichen Geltendmachung Ihrer Schadensersatzansprüche.

Ich grüße Sie herzlichst und wünsche einen schönen Abend,

Ihr

Alexander Stephens

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Hat super geantwortet es blieben keine fragen offen. Danke sehr ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Schnelle und hilfreiche Antwort, danke auch für die beiden Tipps! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und detaillierte Antwort ...
FRAGESTELLER