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ALG1


21.01.2007 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Meine Frage
bin 59 Jahre zu50% Schwerbehindert (seit 2003). Habe 43Jahre ununterbrochen gearbeitet und bin jetzt seit13 Monaten krank. Das heisst, ich werde in 5 Monaten kein Krankengeld mehr beziehen. Wenn man von einem ehemaligem Monatsverdienst von 3250€ ausgeht, würde ich gerne Wissen, wenn ich mich jetzt arbeitslos melde, wie hoch ist mein Anspruch beim Alg1 nach Auslauf des Krankengeldes.Oder gibt es eine andere, für mich bessere Möglichkeit, als sich arbeitslos zu melden?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

1. Das Krankengeld ist versicherungspflichtig. Sie erhalten als KG maximal 70% des letzten Bruttolohns, höchstens jedoch 90% des Nettolohns. Anschließend berechnet sich das ALG I aus dem KG. Sie würden dann, vom Normalfall ausgehend, 67 % des KG erhalten (Da nur Sie wissen, was Sie aktuell erhalten, müssten Sie also einfach 67% davon berechnen).

2. Das Problem in Ihrem Fall dürfte sein, dass Sie der ARGE nicht zur Vermittlung zur Verfügung stehen (so habe ich Sie verstanden, da Sie aktuell arbeitsunfähig sind). Daher wären in Ihrem Fall die Voraussetzungen nicht gegeben, um ALG I zu erhalten. Sie müssten der ARGE arbeitsfähig zur Verfügung stehen, dann würden Sie ALG I erhalten.

In Ihrem Fall dürfte es dann eher auf edie Beantragung einer Rente hinauslaufen. Das wäre dann jedoch ein eigener Fragenkomplex, der hier nicht beantwortet werden kann. Sie sollten sich diesbezüglich an einen Kollegen wenden, der seinen Tätigkeitsschwerpunkt im Sozialrecht hat. Gerne kann ich Ihnen einen spezialisierten Kollegen vermitteln.

3. Alternativ sollten Sie die Möglichkeiten ausloten, die Sie für den Fall einer Beendigung Ihrer aktuellen Arbeit haben. Da Sie schwerbehindert sind, sind die Möglichkeiten einer arbeitgeberseitigen Kündigung stark eingeschränkt. Diesen Punkt könnten Sie nutzen, um mit dem AG eine Einigung zu erzielen, die eine finanzielle Komponente für Sie beinhaltet, wenn Sie dafür kündigen.

Generell kann ich Ihnen jedoch aufgrund der Komplexität Ihres Falles nur dringend raten, sich mit einem Fachanwalt für Sozialrecht in Verbindung zu setzen. Wie erwähnt, werde ich Ihnen gerne den entsprechenden Kontakt vermitteln.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2007 | 16:06

Ich glaube ich habe mich nicht richtig geäusert
Ich möchte mich erst dann arbeitslos melden wenn die Zahlungen der Krankenkasse eingestellt werden und dann bei meinem Arbeitgeber
aus gesundheitlichen Gründen kündigen. Das dürfte mir bei einem
Schwerbehindertengrad von 50% gelingen ohne eine 3 monatige Sperrfrist zu bekommen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2007 | 20:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten darf:

Ich habe Ihre Frage so aufgefasst, wie Sie es in Ihrer Nachfrage noch einmal formuliert haben.

Gleichwohl bleibt es bei meinen Ausführungen.

Das ALG I bemisst sich nach dem Durchschnittsverdienst während des Bemessungszeitraums. In Ihrem Fall wäre das fast ausschließlich die Zeit des Krankgeldbezuges. Daher würden Sie ca. 67% des Krankengeldes erhalten.
Dies jedoch nur, wenn Sie der ARGE zur Verfügung ständen. Das wäre aber, soweit ich Sie richtig verstanden habe, gerade nicht der Fall. Und damit würde eben der Bezug des ALG I entfallen. Und an diesem Punkt würden die von mir erwähnten Überlegungen zur Rente interessant.

Sollte ich Sie dahingehend falsch verstanden haben, dass Sie weiter arbeiten wollen, würden Sie in der Tat die zuvor erwähnten 67% vom Krankengeld bekommen.

Zudem darf ich darauf hinweisen, dass es nicht so sicher ist, wie Sie meinen, dass Sie keiner Sperrfrist unterfallen. Als Schwerbehinderter sind Sie kaum zu kündigen. Wenn Sie dennoch selbst Ihre Arbeit aufgeben, ist es nicht selbstverständlich, dass die ARGE einen wichtigen Grund für die Kündigung annimmt. Und nur dann würde die Sperrfrist entfallen.

Daher auch mein Vorschlag, über eine finanzielle Einigung mit Ihrem AG nachzudenken. Diese Einigung könnte nämlich für den Fall, dass Sie einer Sperrfrist unterfallen eventuelle Nachteile ausgleichen.

Es tut mir leid, wenn die Antwort auf Ihre Frage nicht dem vielleicht gewünschten Ergebnis entspricht. Sollten Sie noch Klärungsbedarf zu meiner Antwort haben, können Sie mich gerne morgen in meiner Kanzlei telefonisch erreichen.

Ich hoffe dennoch, dass ich Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

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