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ALG bei Arbeitsunfähigkeit

| 16.01.2018 09:43 |
Preis: 60,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 6.01.18 bin ich aussgesteuert bei der Krankenkasse. Im Dezember 2017 habe ich eine berufliche Wiedereingliederung beantragt, der vom Arzt und Arbeitgeber
zugestimmt wurde. KK gab keine Stellungnahme, verweist nur auf Ende vom Krankengeld.
-Kann ich ein Antrag auf Verlängerung vom
Krankengeld stellen bei einer Wiedereingliederungsmassnahme?

Wenn das Krankengeld wegfällt übernimmt
die Agentur für Arbeit das ALG bei Arbeitsunfähigkeit. Ich gehe davon aus,
dass es genehmigt wird, weil ich weiter krankgeschrieben bin.
Ich würde aber gerne arbeiten, auch wenn es nur 15dtd/ Woche wären, die ich mit AG vereinbart habe.
-Ist eine Eingliederungsmassnahme wie bei der KK auch über das Arbeitsamt möglich,
in dem ich weiter krankgeschrieben bin,
dennoch mit wenigen Arbeitsstunden anfangen kann, aber der AG keine Kosten tragen muss?

Rente
Habe eine private BU- Rente
- Wenn ich Rente beantrage darf ich meinen bisherigen Beruf noch ausüben?
- Darf ich bei privater BU nebenbei noch geringfügig arbeiten wie bei einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente?


Freundliche Grüsse

Sehr geehrter Ratsuchender,


in Ihrem Fall tritt nach der Aussteuerung für Sie die Nahtlosigkeitsregelung ein.

Das bedeutet, dass Sie keinen Antrag auf Verlängerung des Krankengeldes stellen, sondern sich arbeitslos melden und ALG I beantragen müssen.

Nach der Aussteuerung ist nun die Agentur für Arbeit zuständig.

Da Sie weiterhin krankgeschrieben sind, sind Sie auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar. Dennoch stehen Ihnen Leistungen nach § 145 SGB III zu. Damit sollen Versorgungslücken nach einer Aussteuerung geschlossen werden

Wichtig ist aber, dass Sie auch tatsächlich nicht in der Lage sind 15 Stunden in der Woche zu arbeiten. Das widerspricht natürlich Ihrem „Plan", gerne weiter arbeiten zu wollen. Die angesprochene Nahtlosigkeitsregelung greift nur, wenn Sie eben keine 15 Stunden arbeiten können, weil Ihre Leistungsfähigkeit gemindert ist.

Eine stufenweise Wiedereingliederung kann auch von der Agentur für Arbeit bewilligt werden. Stellen Sie demnach dort unverzüglich den Antrag.

Voraussichtlich wird die Agentur für Arbeit Sie an den Rentenversicherungsträger verweisen, der zuständig sein dürfte. Dann wird dieser der Leistungsträger sein.

Jedenfalls dürften nach Ihren Darlegungen die Voraussetzungen für eine Wiedereingliederung gegeben sein.


Wenn Sie eine private BU-Rente beantragen dürfen Sie in Ihrem Beruf nicht mehr arbeiten. Wenn Sie in Ihrem Beruf noch arbeiten können, schließt dieses schon die Voraussetzung für eine solche Rente aus.

Grundsätzlich können Sie neben dem Bezug einer BU-Rente arbeiten. Aber anders als bei dem gesetzlichen Rentenbezug gibt es keine feste Zuverdienstgröße.

Wichtig ist, dass die neue Tätigkeit die bisherige Lebensstellung nicht erreicht, denn das ist der Entscheidungsfaktor.

Dieses kann nur näher beurteilt werden, wenn die Versicherungsbedingungen bekannt sind. Es wird geprüft werden, ob die Nebentätigkeit mit Ihrer ursprünglichen Tätigkeit vergleichbar ist und ganz wichtig auch deren Wertschätzung entspricht. Es kann also sein, dass der Rentenbezug gefährdet sein kann. Das muss vor Aufnahme einer Tätigkeit geklärt werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 17.01.2018 | 17:25

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Mein Problem ist, dass ich momentan nicht einschätzen kann wieviel ich arbeiten kann.

Mein Gedanke war zuerst die Versorgungslücke, die mir jetzt entstehen würde mit dem "Nahtlosigkeitsgeld" zu schliessen und später den Antrag zur Wiederengliederung bei der Agentur für Arbeit zu stellen.
-Ist das so möglich?

Zur Wiedereingliederung bei der Agentur für Arbeit
-Ist es die "berufliche Rehabilitation zur Teilhabe am Arbeitsleben" und bekomme ich dann das ALG während der Eingliederungsmassnahme weitergezahlt oder entstehen dem Arbeitgeber Kosten?



Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.01.2018 | 18:00

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihr angedachtes Vorgehen ist möglich. Sie können bei der Agentur der Arbeit den Antrag stellen. Diese wird Sie voraussichtlich an den Rentenversicherungsträger verweisen.

Sie erhalten aber auf jeden Fall weiter Leistungen.

Im Falle der Wiedereingliederung entstehen dem Arbeitgeber keine Kosten.

Abschließend bedanke ich mich für die Bewertung und wünsche Ihnen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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Bewertung des Fragestellers 17.01.2018 | 17:23

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