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ALG - Zeitraum der Bemessungsgrundlage

| 02.08.2019 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

mein Sohn hat am 23.1.2019 seine Lehre erfolgreich beendet, wurde vom AG jedoch nicht übernommen. Vom 24.1.2019 bis 3.2.2019 war er arbeitslos gemeldet, ALG wurde für diesen Zeitraum gezahlt. Vom 4.2.2019 bis 9.8.2019 war er sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wurde jedoch innerhalb der Probezeit zum 9.8.2019 gekündigt. Mit der Arbeitslosenmeldung wurde am 29.7.2019 ein Antrag auf ALG gestellt der zwischenzeitlich bewilligt wurde.

Die Agentur für Arbeit hat für die Höhe des ALG ausschließlich das Einkommen vor dem 24.1.2019 herangezogen (also das Azubi-Gehalt). Die Begründung ist, dass nach der Zahlung von ALG (24.1.2019 bis 3.2.2019) erst wieder ein volles Jahr gearbeitet werden muss, damit das Gehalt ab dem 4.2.2019 mit in die Berechnung eingezogen werden kann.

Ist diese Berechnung der Bemessungsgrundlage für das ALG korrekt? Oder muss das Durchschnittsgehalt ab dem Kündigungsdatum berechnet werden? Was aufgrund des weit höheren monatlichen Einkommens zu einem anderen Ergebnis führen würde.

Mit freundlichen Grüßen

02.08.2019 | 14:21

Antwort

von


(2421)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,

auch wenn es Ihnen ungerecht erscheint, ist der Berechnung der Agentur für Arbeit zuzustimmen.

Um einen Anspruch auf ALG I zu erlangen muß als die hier wichtige Voraussetzung die Anwartschaftzeit des § 142 SGB III erfüllt sein.

Diese beträgt 12 Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit. Diese Zeit ist nicht erfüllt, weil Ihr Sohn nur vom 04.02.2019 bis zum 09.08.2019 gearbeitet hat. Diese zwölf Monate sind somit jetzt nicht erfüllt.

Aber Ihr Sohn hat schon einmal eine Anwartschaft erfüllt. Nach der Ausbildung hat er auch aus diesem Grund ALG I Leistungen erhalten.

Weil er aber mit der neuen Beschäftigung noch keine Anwartschaft erfüllen kann, wird die Zeit vor der Arbeitslosigkeit herangezogen und es ist zutreffend, dass dann das Einkommen vor dem 24.01.2019 zu Grunde gelegt wurde, auch wenn dieses geringer ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 02.08.2019 | 15:08

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Eine Rückfrage zum Verständnis: Hätte mein Sohn für den Zeitraum 23.1.2019 - 3.2.2019 kein ALG beantragt, wäre dann der Zeitraum bis 9.8.2019 berücksichtigt worden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.08.2019 | 17:36

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Ihr Sohn keine Leistung beantragt hätte, wäre der Zeitraum bis zum 09.08.2019 berücksichtigt worden.

Sie werden jetzt natürlich denken, dass Ihr Sohn deswegen Nachteile erlitten hat, weil er die Leistung beantragt hat. Aber das Problem ist, dass die Arbeitslosenmeldung ersteinmal unverzichtbar ist. Was die wenigsten wissen ist, dass dieses aber nicht zwingend bedeutet auch Leistungen zu beantragen. Man kann sich arbeitslos melden, kann aber auch deutlich machen, dass keine Leistungen ersteinmal beantragt werden.

Das kann sinnvoll sein, wenn man damit rechnet auch zeitnah einen Arbeitsplatz zu finden.

Dann kann man die jetztige Problematik umgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 03.08.2019 | 11:33

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Sehr präzise, zielgerichtete Antwort. Die Frage wurde mehr als umfassend beantwortet und beinhaltete zusätzlich einen sehr hilfreichen Tipp, sollte die gleiche Thematik noch einmal aufkommen. Ich kann Frau True-Bohle uneingeschränkt und mit bestem Gewissen weiter empfehlen.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.08.2019
5/5,0

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ANTWORT VON

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