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ALG - I , Berater verlangt bundesweite Bewerbung um Arbeit, sonst Streichung ALG-I

19.09.2011 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

ich beziehe seit 08.08.2010 ALG-I. Bin also seitdem arbeitslos, nach Beendigung meiner Lehre, wleche ich abgeschlossen habe.

Hatte heute ein Termin bei meinem Berater. Dieser fragte mich, ob ich mich bundesweit bewerbe. Ich sagte ihm, dass ich mich nicht bundesweit bewerbe, da es in meiner Gegend/Stadt genügend Stellenangebote gibt, welche auf meinen gelernten Beruf zutreffen.

Mein Berater sagte mir daraufhin, dass ichmich entwederjetzt bundesweit bewerbe oder er mir sonst ab heute das ALG-I Geld streicht.


Meine Frage ist nun, ob dies von ihm verlangt werden kann und rechtens ist und er mich so dazu zwingen kann?
19.09.2011 | 14:30

Antwort

von



Hemmerichstraße 12
97688 Bad Kissingen
Tel: 0971-78569920
Web: http://www.kanzlei-wachsmann.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchende(r),
gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage wie folgt:

Als Arbeitnehmer haben Sie zur Beendigung von Arbeitslosigkeit eigenverantwortlich nach Beschäftigung zu suchen, § 2 Abs. 5 Ziff. 2 SGB III .

Im Rahmen der Eigenbemühungen hat der Arbeitslose alle Möglichkeiten zur beruflichen Eingliederung zu nutzen, § 119 Abs. 4 SGB III .

Wer allerdings zumutbare Eigenbemühungen nicht nachweist, kann nach § 144 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 SGB III eine Sperrzeit wegen unzureichender Eigenbemühungen erhalten.

Die Eigenbemühungen müssen sich dabei auf Beschäftigungen erstrecken, die nach § 121 SGB III zumutbar sind.

Da sich Ihre Frage auf die Verpflichtung zu bundesweiten Bewerbungen bezieht, gehe ich davon aus, dass die Zumutbarkeit in Bezug auf die Mobilität beurteilt werden soll.

Dazu ist festzustellen, dass bei Vollzeitarbeit ein Tagespendelbereich von bis zu zweieinhalb Stunden für Hin- und Rückweg als zumutbar angesehen wird, § 121 Abs. 4 S. 2 SGB III .

Ab dem vierten Monat der Arbeitlosigkeit ist in der Regel sogar ein Umzug zumutbar, § 121 Abs. 4 S. 5 SGB III .

Zusammenfassend ist also festzustellen, dass nach Ihren Angaben (Arbeitslosigkeit seit 2010 - also mehr als ein Jahr) eine Verpflichtung besteht sich bundesweit zu bewerben und im Falle der Verweigerung eine Sperrzeit verhängt werden kann.

Die Sperrzeit bei unzureichenden Eigenbemühungen beträgt nach § 144 Abs. 5 SGB III zwei Wochen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum lediglich eine erste Einschätzung aufgrund Ihrer Angaben bietet und eine individuelle Beratung nicht ersetzen kann. Das Hinzufügen oder Weglassen von Angaben kann zu einer völlig anderen rechtlichen Einschätzung führen.
Bei Bedarf nutzen Sie bitte die Rückfragefunktion.


Rechtsanwältin Claudia Wachsmann

ANTWORT VON


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97688 Bad Kissingen
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