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ALG Folgezahlung

16.06.2012 11:56 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Britta Möhlenbrock


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war bis Ende 06/2011 über 15 Jahre in einem festen Anstellungsverhältnis.Danach war ich 8,5 Monate Arbeitslos gemeldet. Seit Mitte März habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag, welcher vom 13. März 2012 bis zum 12. März 2013 läuft.
Meine Frage:
Sollte dieser Vertrag nicht in einen unbefristeten übergehen und ich wieder arbeitslos werden, welche Anwartschaft habe ich dann beim ALG ?
Nur noch den Restanspruch der vorherigen ALG Zahlung, oder habe ich einen neuen Anspruch aufgebaut ?

Danke

Sehr geehrter Ratsuchender,

aufgrund Ihrer Sachverhaltsangaben beantworte ich Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Da Sie 12 Monate in dem jetzigen Beschäftigungsverhältnis beschäftigt wären, hätten Sie einen neuen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wer in der Rahmenfrist von normaler Weise 2 Jahren (§ 143 SGB III) 12 Monate versicherungspflichtig beschäftigt war (§ 142 SGB III), hat die Anwartschaft für einen (neuen) Anspruch auf Arbeitslosengeld erfüllt.

Bei Ihnen bestände zwar eine verkürzte Rahmenfrist, weil diese nicht in die Zeit des letzten Anspruches hineinreicht, aber maßgebend ist, dass wieder 12 Monate gearbeitet wurden.

Bitte beachten Sie, dass die Erstberatung in diesem Untermenü der Plattform keiner ausführlichen Prüfung einer Sach- und Rechtslage entsprechen kann.

Ich hoffe, Ihnen Ihre Fragen im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung hinreichend beantwortet zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 16.06.2012 | 16:26

Hallo,

Hätte ich dann einen Anspruch von neuerworbenen 6 Monaten ?
plus den Restanspruch von 3,5 Monaten aus der letzten Arbeitslosigkeit ?

Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.06.2012 | 18:35

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Dauer des Anspruchs verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, da nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind; sie verlängert sich längstens bis zu der dem Lebensalter der oder des Arbeitslosen zugeordneten Höchstdauer, § 147 Abs. 4 SGB III.

In Ihrem Fall bestände der Anspruch dann also insgesamt 9,5 Monate (6 Monate Neuanspruch + Restdauer - wenn sich bis dahin die Gesetze nicht ändern), da eine Höchstgrenze aufgrund des Alters noch nicht erreicht sein kann (siehe Tabelle § 147 Abs. 2 SGB III).

Mit freundlichen Grüßen

Britta Möhlenbrock
Rechtsanwältin

Internet: www.ra-moehlenbrock.de
Email: info@ra-moehlenbrock.de

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