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ALG 1 Ortsabwesenheit

| 30.06.2019 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Mir wurde im September 2018 betriebsbedingt zum 30.04.2019 gekündigt. Im Januar 2019 habe ich mich arbeitssuchend gemeldet, später fristgemäß arbeitslos.
Seit 01.05.2019 beziehe ich ALG I.
Im Oktober 2018 hatte meine Frau, Rentnerin, unseren jährlichen zur Begleitung eines behinderten Ehepaares gedachten Urlaubes gebucht, für August 2019, also dem Reisezeitraum des Ehepaares.
Wir kannten zum Zeitpunkt der Buchung die Problematik "Ortsabwesenheit" nicht und die Reiserücktrittsversicherung enthält keine Arbeitslosigkeit.
Da ich Ende November diesen Jahres sowieso in Rente gehe, rechne ich nicht damit, dass sich ein Arbeitgeber im August noch für mich interessieren wird.
Allerdings muß ich mit der Lebensfremdheit des Arbeitsamtes rechnen, also mit Maßnahmen zur Wiedereingliederung.
Somit besteht hier das Risiko, dass mein 7 Tage vor Urlaubsantritt zu stellender Antrag auf OA nicht genehmigt wird und damit 3.500 € verfallen.
In Internetforen liest man immer wieder, dass Urlaub, der vor Beginn(!) der Arbeitslosigkeit gebucht wurde, zu gewähren ist. Das kann ich mir so nicht vorstellen. Da könnte ja jeder bis einen Tag vor ALG I Beginn in seine Arbeitslosigkeit hinein willkürlich Urlaub buchen.
Aber, mußten wir 5 Monate vorm Ende meines Arbeitsverhältnisses und 2,5 Monate vor der Arbeitssuchendmeldung zwingend davon ausgehen, dass ich definitiv arbeitslos werden würde?
Ich sehe hier nur die Chance einer gegenüber dem AA anzukündigenden unerlaubten OA, denn, ob ich das bereits gezahlte Geld für die Reise oder einen mglw. ähnlich hohen Betrag als Sanktion + Sperre riskiere, wäre egal. Nicht egal wäre, das behinderte Ehepaar allein reisen zu lassen.
Ich habe ein Arbeitsleben lang ordentlich und verlässlich gearbeitet. Das würde ich gern auch bis zum Rentenbeginn am 01.12.2019 auch gegenüber dem AA so halten.
Gibt mir das Gesetz eine Möglichkeit sauber aus der Sache rauszukommen?
Mit freundlichen Grüßen

30.06.2019 | 20:37

Antwort

von


(2423)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie mussten schon zwingend davon ausgehen, dass Sie arbeitslos werden.

Wenn Sie im September 2018 die Kündigung bekommen haben und der Urlaub im Oktober 2018 gebucht wurden ist, ist das in Kenntnis der Kündigung geschehen.

Aber Sie haben einen Anspruch auf Urlaub, auch als Arbeitslosen:

Denn es besteht ein Rechtsanspruch auf Zustimmung zum Urlaub während der Arbeitslosigkeit.

Ein solcher Antrag darf nicht willkürlich abgelehnt werden.

Nur eiige persönliche Gründe können diese Zustimmung entfallen lassen.

Das wäre dann der Fall, wenn eine Erreichbarkeitsanordnung rechtmäßig erlassen wird und deshalb die Zustimmung verweigert wird.

Darunter fallen z.B.

a) in den betreffenden Zeitraum sind Vorstellungsgespräche vorgesehen.

b) Weiterbildungsmaßnahmen wurden rechtmäßig angesetzt

c) die Vermittlung einer neuen Arbeitsstelle ist zu erwarten.

all das wird nach Ihrer Schilderung aber nicht mehr in Betracht kommen.

Die Zustimmung zum Urlaub darf also nicht verweigert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 30.06.2019 | 21:50

Vielen Dank,
Aber wir sind hier im Osten. Hier reizen die Behörden die Bürger bis aufs Blut, leider.
Hier wird bis zur Rente "vermittelt". Ich werde Anfang August OA beantragen, das Amt schickt mir einen Vermittlung'svorschlag und solange die Firma mir nicht antwortet darf ich hier nicht weg.
Ergo: Ich melde mich von ALG ab, wähle AFD und hoffe, dass die "Demokraten" endlich verstehen.
Trotzdem schönen Dank. Sie leben im Westen und können nicht wissen, dass hier im Osten andere Antworten gelten.
Herzlichst,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.06.2019 | 22:28

Sehr geehrter Ratsuchender,

selbst wenn der Sachbearbeiter Sie ärgern will, sicht die Gesetze des SGB bundesweit gleich, so dass Sie dagegen dann erfolgreich angehen könnten.

Wir vertreten häufig auch Mandanten in den östlichen Bundesländer, wobei ein Unterschied beim "Ärgern durch Sachbearbeiter" aber nicht örtlich unterschiedlich festgestellt werden kann. Solche Sachbearbeiter gibt es überall in der gesamten BRD.

Demokraten werden daher sicherlich niemals verstehen, wie man diese AfD ernsthaft wählen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 01.07.2019 | 06:49

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Frau True-Bohle hätte ich gern als Anwältin, wenn mir mal was daneben geht. Ihre Antwort war hilfreich beim Erkennen der Sachlage, verständlich und ausführlich genug. Trotz meiner etwas deplatzierten Nachfrage blieb sie freundlich. Die richtige Wahl für aufgeregte Klienten. Was will man mehr. Klare Weiterempfehlung! Herzlichen Dank!

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Frau True-Bohle hätte ich gern als Anwältin, wenn mir mal was daneben geht. Ihre Antwort war hilfreich beim Erkennen der Sachlage, verständlich und ausführlich genug. Trotz meiner etwas deplatzierten Nachfrage blieb sie freundlich. Die richtige Wahl für aufgeregte Klienten. Was will man mehr. Klare Weiterempfehlung! Herzlichen Dank!


ANTWORT VON

(2423)

Damm 2
26135 Oldenburg
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