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ALG 1 Bestandsschutz, Restanspruch

| 04.10.2018 11:21 |
Preis: 51,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


12:16
Hallo,
bin nach langjähriger, ununterbrochener Vollzeitbeschäftigung mit 53 Jahren zum 31.12.17 arbeitslos geworden. ALG 1 wurde zum 1.1.2018 für 15 Monate bewilligt, auf Basis des letzten Vollzeitgehalts.

Ich habe dann zum 15.1.18 eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung angenommen - befristet. Der Stundenlohn ist deutlich geringer als bei meiner letzten Vollzeitbeschäftigung vor der Arbeitslosigkeit. Ich möchte dauerhaft Vollzeit arbeiten. Deshalb bewerbe ich mich auch wieder auf Vollzeitstellen.

Frage: wenn ich nun, z.B. 13 Monate, in dieser befristeten Teilzeitstelle arbeite, dann erwerbe ich meines Wissens neue ALG-Ansprüche. Wenn ich nach dieser Befristung arbeitslos werde, wie berechnet das Arbeitsamt mein ALG wenn ich dem Arbeitsmarkt wieder Vollzeit zur Verfügung stehe ?

- Steht mir in diesem Fall der alte ALG-Anspruch von Januar 2018 in voller Höhe und Rest-Dauer zu?

- Auf welche Paragraphen kann ich mich da berufen?

- Ist der, durch die Teilzeitbeschäftigung neu erworbene ALG-Anspruch (deutlich geringerer Stundenlohn), nachteilig für mich ?

Besten Dank vorab.

04.10.2018 | 11:56

Antwort

von


(1928)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende,

die für Sie entscheidende Vorschrift § 151 Abs. 4 SGB III.

"4) Haben Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist."

Danach besteht für Sie der sogenannte Bestandsschutz.

Wichtig ist die Einhaltung der 2- Jahres-Frist.

Wenn Sie also nach 13 Monaten wieder arbeitslos werden sollten, bemisst sich Ihr Anspruch nach dem hohen Einkommen, das zuletzt dem ALG I zu Grunde gelegen hat.

Eine Verschlechterung tritt nicht ein, wenn Sie jetzt über weniger Einkommen verfügen.

Werden Sie innerhalb der zwei Jahre wieder arbeitslos, berechnet sich Ihr Anspruch nach dem hohen Einkommen, über das Sie zuvor verfügt haben.

Erst wenn die 2-Jahres-Frist überschritten wird, ändert sich die Situation und es wird dann der ALG I Anspruch nach Ihrem letzten Einkommen berechnet.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 04.10.2018 | 12:13

Sehr geehrte Frau Bohle,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Nur zur Sicherheit: Die Tatsache, dass ich die letzten 13 Monate "nur" Teilzeit gearbeitet habe, also z.B. 18 Std./Woche, kann nicht dazu führen, dass das Arbeitsamt meine alten (höheren) ALG-Ansprüche auf 18 Std. runter rechnet ?
Wie gesagt, ich stünde dem Arbeitsmarkt dann wieder Vollzeit zur Verfügung.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.10.2018 | 12:16

Sehr geehrte Ratsuchende,

auch wenn Sie nur 18 Stunden gearbeitet haben, ändert das an dem Bestandschutz nichts.

Ihr alter Anspruch wird dann auch nicht auf 18 Stunden reduziert, denn das würde ja auch dem Bestandsschutz entgegenstehen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.10.2018
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Schnelle und ausführliche Antwort - vielen Dank!


ANTWORT VON

(1928)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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