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AGL 2 nach Studium?

| 16. Februar 2012 00:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


17:40

Nachdem mein Sohn beim zuständigen Amt nur halbherzige Auskunft bekommen konnte, wende ich mich mit einer Fragestellung an Sie:
Mein Sohn hat sein Studium mit dem Bachelor beendet (Ergebnis wird in Kürze bekannt gegeben – wir gehen davon aus, dass er bestanden hat). Er wird in zwei Monaten 24 Jahre alt. Nun will er sich um einen Arbeitsplatz bewerben. Er hat seit knapp fünf Monaten in einer WG ein Zimmer. Der Bezug von Kindergeld fällt mit dem Erhalt des Prüfungsergebnisses weg.
Nun die Frage: Er meldet sich jetzt beim Arbeitsamt arbeitssuchend. Bekommt er dann eine Unterstützung (wohl Harz 4 /AGL 2) und was ist mit seinem Zimmer? Ist dies von unseren Einkommensverhältnissen abhängig? Was ist mit der Krankenversicherung? Wenn er sich nicht arbeitssuchend meldet, muss er sich wohl selbst versichern und die Krankenversicherung selbst zahlen.

16. Februar 2012 | 01:48

Antwort

von


(675)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich hat Ihr Sohn Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 (ALG 2, sog. „Hartz-IV-Geld") einschließlich Unterkunfts- und Heizkosten sowie Krankenversicherung, wenn er weder ausreichendes eigenes Einkommen noch verwertbares Vermögen von mehr als 150 € pro Lebensjahr, also 4.200,00 €, hat. Für die Altersvorsorge gilt noch ein weiterer Freibetrag von 750 € pro Lebensjahr, max. 50.250 €.

Problematisch könnte werden, daß Ihr Sohn noch nicht 25 Jahre alt ist. Zwar ist er schon aus dem elterlichen Haushalt ausgezogen, bevor er ALG 2 beantragte. Wenn die Behörde jedoch nachweisen kann, daß der Auszug Ihres Sohnes in der Absicht erfolgte, (später) ALG 2 zu erhalten, werden keine Leistungen für Unterkunft und Heizung bis zum 25. Geburtstag gewährt (§ 22 Abs. 5 Satz 4 SGB II ).

Ihre Einkommensverhältnisse werden nur dann berücksichtigt, wenn Ihr Sohn (wieder) in Ihren Haushalt ziehen würde. In diesem Fall würden Sie eine sog. Bedarfsgemeinschaft bilden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Vasel, Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 16. Februar 2012 | 19:31

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe den Eindruck, dass meinem Sohn von Seiten der Behörde seine Möglichkeiten nicht korrekt aufgezeigt wurden.
Sie schreiben: Wenn die Behörde jedoch nachweisen kann, daß der Auszug Ihres Sohnes in der Absicht erfolgte, … - heißt dass, die Behörde muss nachweisen oder muss doch mein Sohn den Nachweis erbringen. In dem Fall könnte er nur die Situation beschreiben wie sie war. Zur Zeit der Wohnungssuche machte sich niemand von uns Gedanken was nach dem Studium ist. Es war klar, dass er so schnell als möglich versuchen wird, eine Arbeit zu finden.
An die Zeit „dazwischen" dachten wir kurioser Weise nicht. In dem Zusammenhang wäre es hilfreich, wenn Sie auch noch beantworten könnten, ob es eine Sperrfrist gibt. Es ist ja wohl so, dass man sich 3 Monate vor Abschluss des Studiums beim Arbeitsamt atbeitssuchend melden muss?
Für Ihre Mühe bedanke ich mich nochmal recht herzlich!

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17. Februar 2012 | 17:40

Sehr geehrter Fragestelle/r,

Ihr Sohn wird der Behörde die Gründe für den Umzug erläutern müssen. Wenn die Behörde der Ansicht sein sollte, er sei in der Absicht umgezogen, später ALG 2 zu erhalten, müßte die Behörde dies beweisen.

Eine Sperrfrist gibt es nicht. Ihr Sohn muß sich nicht drei Monate vor Abschluß des Studiums arbeitssuchend melden, da es nicht um ALG 1 geht. Allerdings „macht es einen besseren Eindruck", wenn Ihr Sohn sich frühzeitig vorsorglich arbeitssuchend meldet. Nach Abschluß des Studiums muß er sich bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden, um einen Antrag auf ALG 2 stellen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17. Februar 2012 | 23:48

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