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AGBs Inkassoauftrag Widerrufsbelehrung fehlt

27.09.2018 10:22 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Ich habe am gestrigen Tag ein Inkassobüro mit der Geltendmachung einer Forderung gegenüber einem Online-Händler beauftragt.

Die Vollmacht habe ich noch nicht übersendet, d.h. das Büro ist noch nicht tätig geworden.
Jedoch erfolgte bereits eine Abbuchung der Service- und Gerichtsgebühren von meinem Konto, deren Betrag mir ordnungsgemäß und transparent vor Vertragsabschluss ersichtlich war.

In der Kostenübersicht befand sich jedoch ein kleines Sternchen mit dem Zusatz "** Zahlbetrag, zzgl. anfallende Auslagen (z.B. Gerichtsvollzieher) und Erfolgsprovision gem. Ziff. 2.1 und 2.8 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen". Die Erfolgsprovision ist dann erst in den AGB mit 30% angegeben.
Außerdem gibt es keinen Hinweis auf eine Widerrufsbelehrung.

Inwieweit ist ein Widerruf meine Auftrags noch möglich? Es müsste sich doch um einen Fernabsatzvertrag handeln, zumal die Firma ohne Vollmacht noch nicht einmal tätig geworden sein kann.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Sofern Sie als Verbraucherin – für Unternehmer gibt es kein Widerrufsrecht! - einen Fernabsatzvertrag im Sinne von § 312c BGB geschlossen haben, sind Sie wegen § 312d Abs. 1 in Verbindung mit Art. 246 § 1 Abs. 1 EGBGB über Ihr Widerrufsrecht nach § 312g Abs. 1 BGB zu belehren. Ob ein Fernabsatzvertrag vorliegt, kann erst beurteilt werden, wenn die Umstände des Vertragsschlusses bekannt sind, denn der Vertrag muss ausschließlich durch Mittel der Fernkommunikation zustande gekommen sein, z.B. über das Internet, per Telefon oder per Post.

Wenn diese Kriterien vorliegen, können Sie nach §§ 355, 356 BGB den Widerruf erklären.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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