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AG zahlt 4 Jahre lang zu viel Gehalt


29.12.2017 00:29 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
Ich versuche es mal ein klein wenig in der Kurzfassung zu erzählen.
Mein AG informierte mich vor 2 Tagen das er mir die letzten 4 Jahre zuviel Gehalt gezahlt hat. Das hat mein AG aber erst rausgefunden nachdem ich ihm vor ca 1 Monat mitgeteil hatte das was mit meinem Stundenkonto nicht stimmen kann und mein Chef sich die Sache doch bitte mal genauer anschauen sollte.
Nun wurde mir in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt das ich im Endeffekt nicht schuld dran bin, sondern es über 4 Jahre ein Fehler in der Buchhaltung war der absolut niemand bemerkt hatte.
Dazu muss ich sagen das ich nun im 8 Jahr in Teilzeit dort beschäftigt bin und es sich um eine Monatliche Summe zwischen 300-400€ Brutto handelt, wobei es Netto ca 100-150€ sind die ich monatlich zuviel bekommen habe bei einem Einkommen von ca 1100€ Netto.
Mein AG teilte mir nun mit das er gerne das zuviel bezahlte Geld wieder haben möchte, allerdings nur das zuviel gezahlte Geld zurückgerechnet auf den 01.09 diesen Jahres, sprich die letzten 3 Monate.
Ich sehe das auch ein, da dieses Geld mir ja eigentlich nicht zu stand.

Nun zu meinem Problem:
Ich habe ein P-Konto.
Und mein AG hat nun eigenständig entschieden mir auf meinem Aktuellen Gehalt den Betrag abzuziehen, der mir die letzten 3 Monate zuviel gezahlt wurde (ca 770€). So wurde es mir mitgeteilt. Sprich ich habe für diesen Monat ein Gehalt bekommen von 200€.
Nach meinem Hinweis das ich doch eine Pfändungsfreigrenze habe wo besagt das mir nur Geld bis zu einem bestimmten Betrag agbezogen werden kann wurde mir gesagt, das man die Sache bereits verrechnet hat und das dies ein Unterschied wäre.
Mir wurde nun Angeboten morgen einen Vorschuss zu bekommen, damit ich diesen Monat über die Runden kommen könnte.
Diesen Vorschuss muss ich aber innerhalb eines halben Jahres wieder zurück zahlen.
Ich bin nun gezwungen dieses "Angebot" annehmen zu müssen, da ich Unterhalt an meine Tochter zu zahlen habe und andere monatlichen Verbindungen die ich begleichen muss.
Meine Frage:
Handelt mein AG hier korrekt?
Darf mein AG mir den zuviel gezahlten Bertrag der letzten 3 Monate mit meinem Aktuellen Gehalt "verrechnen", sodass ich diesen Monat ein Gehalt von gerade mal 200€ bekomme.

Ich bedanke mich schonmal herzlichst für eine Antwort.
29.12.2017 | 01:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Arbeitgeber handelt nicht korrekt. Der Arbeitgeber hat auch bei einer Verrechnung bzw. Einbehalt von Lohn die Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen zu berücksichtigen. Mit 1.100,00 Euro Nettoeinkommen liegen Sie unterhalb der Pfändungsfreigrenzen, so dass der Arbeitgeber keinen Lohn einbehalten kann.

Sie können den Arbeitgeber auffordern, den einbehaltenen Lohn auszuzahlen und falls er sich weigert, Ihren Anspruch arbeitsgerichtlich geltend machen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
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