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AFA bei geerbter Immobilie


08.01.2007 13:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich habe in 2004 eine Immobilie lastenfrei geerbt.
Es wurden rd. 25.000 Euro an Erbschaftssteuer gezahlt.
Seit 2005 ist die Immobilie vermietet.

Die Immobilie wurde 1974 erstellt.
Die damaligen Erstellungskosten sind rückwirkend nicht exakt feststellbar.
Ich schätze, auf Basis des damaligen Preisniveaus, ca. 100.000 DM.
Der heutige Marktwert der liegt bei ca. 150.000 Euro.

Ich hatte in meiner Steuererklärung nun 2% von 100.000 DM, also 1.000 Euro als AFA angegeben, die mir nun vom Finanzamt gestrichen wurden.

Frage:
- Kann ich generell Afa geltend machen ?
- Falls ja in welcher Höhe ?

Vielen Dank.
Sehr geehrter Herr,
im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Gemäß § 11d (1) EStDV ermittelt sich die AfA wie folgt:
BJ 1974: § 7 (4) S. 1 Nr. 2a EStG - 2% Afa p.a. Dieser Ansatz in der Höhe ist also richtig.
Grds. kann ein Gebäude auch über 50 Jahre abgeschrieben werden, linear 2% / Jahr. Die Abschreibung beginnt mit Anschaffung neu zu laufen. Hier sind Sie jedoch Rechtsnachfolger nach dem Erblasser.



Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: phermes1@gmx.de

Mit besten Grüßen

RA Hermes

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2007 | 08:44

Vielen Dank.
Aber die wichtige Frage war ja auch, wie sich bei nicht mehr ermittelbaren Erstellungskosten (es gibt keine alten Rechnungen etc. mehr) dieser Wert ermittelt?
Oder wird dann der Einheitswert der Immobilie zu Grunde gelegt?
Gruß
Günter Kruse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2007 | 10:36

Sehr geehrter Herr,
ich gehe hier zunächst weiter davon aus, dass ein zunächst selbstgenutztes Haus im Privatvermögen erst jetzt durch Sie vermietet wird. In diesem Fall wird eine fiktive AfA errechnet für den Zeitraum der Selbstnutzung. Von den ursprünglichen Anschaffungs- bzw- Herstellungskosten in Höhe von ca. 100.000 DM ( also ohne Grund und Boden) wird die fiktive AfA abgezogen, so dass der Restbuchwert das mögliche AfA-Volumen festlegt.
Für den Rechtsnachfolger gilt hier die sog. Fußstapfentheorie, d.h.: er übernimmt AfA-Bemessungsgrundlage, AfA-Methode und AfA-Volumen des Rechtsvorgängers!

Frage zudem:
Gab es vielleicht noch nachträgliche Anschaffungskosten: zB. neue Heizung o.ä.?

Mit besten Grüßen

RA Hermes

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